KEINE LEEREN WORTE – Die PFF hinterlegt Resolutionsvorschlag zur Verbesserung des Statuts der freiwilligen Feuerwehr

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Nachdem die PFF sich im Rahmen ihrer alljährlichen Liberalen Woche am 18.04.18 mit der Problematik der freiwilligen Feuerwehr in unserer Region auseinandersetzte und im Anschluss an die Veranstaltung verkündete, sich in einer Resolution an die Föderalregierung zu wenden, hinterlegte Gemeinschaftsabgeordnete Evelyn JADIN nun im Namen der PFF am 24.09.2018 den entsprechenden Resolutionsvorschlag.

 

 

Evelyn JADIN erklärt folgendes dazu: „In diesem von der PFF Fraktion ausgearbeiteten
Resolutionsvorschlag geht es in erster Linie um die Verbesserung des Statuts der freiwilligen
Feuerwehr sowie um die Prüfung der Machbarkeit der Einführung einer Kadettenschulde auf dem
Gebiet deutscher Sprache“.
Fakt ist, dass etwa 95% der ostbelgischen Bevölkerung ausschließlich von der freiwilligen Feuerwehr
betreut wird.

Seit im Januar 2016 die neue (Feuerwehr)Reform in Kraft getreten ist, hat diese für einigen Frust bei
den freiwilligen Feuerwehrleuten gesorgt. Die Reform zielt eine Professionalisierung der Tätigkeit ab
und stellt die freiwilligen Feuerwehrleute statutarisch den Berufsfeuerwehrleuten gleich.
Ausbildungstechnisch wird demnach kein Unterscheid mehr zwischen den Berufswehren und
freiwilligen Feuerwehren gemacht. Für die Freiwilligen bedeutet das allerdings, dass sie die gleichen
Vorgaben erfüllen müssen wie ihre hauptberuflichen Kollegen, was jedoch mit erheblichen
Schwierigkeiten verbunden ist.

Dies unterstreicht ebenfalls ihr Fraktionskollege Christoph GENTGES: „Der Austausch mit den
Feuerwehrleuten vor Ort, insbesondere mit den Verantwortlichen der Zone 6, hat uns gezeigt, dass hier
eine Menge im Argen liegt und dass alle Akteure an einem Strang ziehen müssen. Dies beginnt bei der
Ausbildung und reicht hin bis zur Ausrüstung.“

Die intensive Ausbildung und Schulung sorgt nicht nur in Beruf und Familie für Unvereinbarkeiten,
sondern erschwert gleichfalls die Rekrutierung von neuen freiwilligen Feuerwehrleuten. Zu den
zeitlichen Hindernissen kommen außerdem die Sprachlichen hinzu.
Bestimmter Unterrichtsstoff des Föderalen Fachzentrums für zivile Sicherheit ist (noch) nicht in der
deutschen Sprache verfügbar. Auch in der Kadettenschule in Lüttich, in welcher theoretische,
praktische und technische Lehrgänge sowie körperliches und sportliches Training organisiert werden
um auf die Einstellungsprüfung der Feuerwehr vorzubereiten, sind die Unterrichte nur sehr selten in
deutscher Sprache verfügbar, obschon 3 deutschsprachige Übersetzer eingestellt wurden.
Die Föderalabgeordnete Kattrin JADIN äußerte sich am Abend des 18.04. wie folgt „…Wir sind auf diese
freiwilligen Helfer, die nicht selten ihr eigenes Leben für das Allgemeinwohl in Gefahr bringen, dringend
angewiesen. Sie haben es mehr als verdient, dass man ihnen zuhört und ihre berechtigten Sorgen ernst
nimmt“.

Laut der PFF könnte die Anerkennung der Ausbildung zum freiwilligen Feuerwehrmann oder zur
freiwilligen Feuerwehrfrau hier Abhilfe verschaffen. Denn als Arbeitnehmer besteht die Möglichkeit
von seiner beruflichen Tätigkeit freigestellt zu werden, um einer Aus- bzw. Weiterbildung zu folgen,
der sogenannte „Bildungsurlaub“, für den die DG seit 01.01.2016 zuständig ist.
Um dem Sprachenproblem entgegenzuwirken, schlägt die PFF vor, dass die DG die Aus- und
Weiterbildung der Feuerwehrleute im Gebiet der deutschen Sprache selber organisiert und der
Föderalstaat ihr (der DG) die nötigen Mittel dazu überträgt.
Die Lösungsvorschläge sind laut PFF dringend nötig, denn die freiwillige Feuerwehr ist für die DG und
ihre Bevölkerung von existenzieller Bedeutung.

„Es reicht nicht, den Feuerwehrleuten bloß ein offenes Ohr zu schenken. Wir müssen im Rahmen
unserer Möglichkeiten handeln… es ist unsere Pflicht unser Bestmögliches zu tun, um ihre Arbeit zu
würdigen, wie sie es verdient“. So brachte der Fraktionsvorsitzende Gregor FRECHES es letztendlich auf
den Punkt.