Kleinheit als Chance – Jetzt und in Zukunft

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Im globalen Vergleich geht es den Menschen in Ostbelgien sehr gut. Ein kurzer Blick über den Tellerrand reicht aus, um zu erkennen, dass wir auf einer Insel des Wohlstands leben, deren Privilegien und Vorzüge zahlreicher kaum sein könnten. Doch gerade weil es dem Großteil der Ostbelgier besser geht als den meisten anderen Menschen auf der Welt, dür-fen wir nicht die Augen davor verschließen, dass auch bei uns nicht alle am Wohlstand teilhaben können. Auch in Ostbelgien läuft nicht alles perfekt. Das zu erwarten oder zu behaupten, wäre vermessen. Aber wir arbeiten konstant daran, das Leben in unserer Re-gion für alle Menschen bestmöglich zu gestalten. Vor diesem Hintergrund haben wir bei den bisherigen und zukünftigen Zuständigkeitsübertragungen an die Deutschsprachige Gemeinschaft stets das Ziel verfolgt, maßgeschneiderte Konzepte für die hiesige Bevölke-rung zu entwickeln. Nur auf diese Weise können wir den spezifischen Herausforderungen in Ostbelgien bestmöglich entgegentreten. So fördern wir Inklusion, Solidarität und Gleich-behandlung. Denn in Ostbelgien soll sich jeder Bürger wohl und zu Hause fühlen. Dafür stehen wir und dafür setzen wir uns ein.
Wir haben das unwahrscheinliche Glück, in einer Region zu leben, in der die Lebensqualität so hoch ist, wie kaum sonst irgendwo auf der Welt. Und unser klares Ziel ist es, dass die-se Lebensqualität allen Menschen zugutekommt. Diese Lebensqualität ist auch eine Einstel-lungssache. Deshalb sollten wir nicht in die Untergangsgesänge unserer Zeit einstimmen. Es läuft nicht alles schlecht. Unser Sozialsystem steht nicht vor dem ultimativen Kollaps. Nicht alle Politiker sind korrupt. Und früher war eben auch nicht alles besser. In Ostbelgien arbeiten zahlreiche Akteure aus Politik, Wirtschaft und dem Sozialwesen daran, Strukturen zu optimieren und Missstände auszumerzen. Und selbst die größten Kritiker und Zweifler erkennen, dass bei uns bedeutend mehr gut läuft als schlecht. Deshalb dürfen und müs-sen wir den kommenden Herausforderungen mit Optimismus begegnen, Zuversicht im Angesicht des Wandels walten lassen und mit Stolz auf das Erreichte blicken.

Wir müssen nicht alles schönfärben, aber wir dürfen auf keinen Fall alles schwarzmalen.

Alexander Miesen