Wallonische Region verbessert den Tierschutz

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Auch der Kugelschuss auf der Weide ist demnächst möglich


Namur/ Eupen. Tierschutz ist ein Thema, das nicht nur immer mehr von Bürgern und Verbrauchern hinterfragt wird, auch die Regierung der Wallonischen Region hat sich unlängst eingehend damit befasst.

Mit Erfolg: In Kürze wird das wallonische Regelwerk bezüglich des Tierwohls, der sogenannte „Code du bien-être animal“, eingeführt. Wie die liberale MR in einer Pressemitteilung bekannt gibt, freut sie sich über die dazu kürzlich erzielte Einigung der MR-cdH-Regierung. Neben vielen Maßnahmen, durch die konkrete Verbesserungen in Sachen Tierwohl zu erwarten sind, gibt es auch Fortschritte für die in mehreren Ländern bereits seit längerer Zeit gängigen Praxis des Kugelschusses auf der Weide.

Auch die ostbelgische Regionalabgeordnete Jenny Baltus-Möres (PFF-MR) setzt sich hierfür ein: „Wie mir das Kabinett des zuständigen Ministers Carlo Di Antonio heute bestätigt hat, wird im Rahmen des Kodex für Tierwohl auch der gesetzliche Rahmen für den Kugelschuss auf der Weide geschaffen. Dies ist wichtig, um z.B. Lebendtransporte zu vermeiden.“ Das Dossier, das sie gemeinsam mit dem Grünen Kreis und der Bio-Kontaktgruppe Ost seit vielen Monaten aktiv verfolgt, ist weiter gereift: „Diese Art des Schlachtens ist nicht nur aus Sicht des Tierschutzes, sondern auch aus wirtschaftlicher Sicht positiv zu bewerten“,  sagt die Abgeordnete. Sanftere Schlachtmethoden und das Schlachten am Aufzuchtsort seien ein Schritt in die richtige Richtung.

 

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Nun gelte es noch zu klären, unter welchen Bedingungen und Auflagen und ab wann genau dies möglich sein wird. Auch hn auch im Sinne der Landwirtschaft und der Arbeit der Viehzüchter sind, anstatt Letztere vor nicht zu bewältigende Aufgaben zu stellen.“

Wohlbemerkt ist das Thema Kugelschuss auf der Weide aber nur eines von vielen im Kodex für Tierwohl, der insgesamt 125 Maßnahmen vorsieht. So beinhaltet der Kodex neben einem Zulassungsschein für Tierhaltung auch härtere Strafen bei Missachtung des Tierschutzes. Verboten sind künftig Käfige für Legehennen und Ponys auf Kirmesfesten oder Jahrmärkten. Bei Zirkusaufführungen dürfen ausschließlich Haustiere eingesetzt werden. Tiere dürfen nur noch unter Betäubung getötet werden, Schlachtbetriebe müssen ihre Tätigkeit per Video aufzeichnen, um den tiergerechten Betrieb nachzuweisen. Und Tierversuche, die nicht der Tier- oder Humanmedizin dienen, werden verboten.

 

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Jenny Baltus-Möres unter 0474/837354
oder ihren Mitarbeiter Alexander Stärk unter 0476/660372.