Liberale Woche zu Gast im Alten Schlachthof – Thema „Eine starke Wallonie aus ostbelgischer Sicht“

Wirtschaftsminister Pierre-Yves Jeholet (MR) engagiert sich weiterhin für Digitalisierung und Netzausbau

 

Eupen. „Die Wallonie ist in den vergangenen 8 Monaten ein Stück stärker geworden: Aus einer Diesellok ist durch die Regierungsverantwortung der MR ein Hochgeschwindigkeitszug geworden“, sagte PFF-Fraktionsvorsitzender Gregor Freches im Rahmen der Liberalen Woche im Kulturzentrum Alter Schlachthof.

 

Rund 70 Mitglieder der PFF und deren Gäste waren dem Lockruf des prominenten Gastredners Pierre-Yves Jeholet gefolgt: „Seit Jahren bin ich ein Befürworter eines Belgiens mit vier gleichberechtigten Regionen“, erklärte der Vize-Ministerpräsident der Wallonischen Region in seinem Gastvortrag. Zuvor hatte er mit hiesigen Vertretern aus Politik und Wirtschaft bei einem Rundtischgespräch ausgetauscht: „Eine straffere, schlankere Verwaltung, eine verbesserte grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Universitäten im Bereich Forschung und Bildung sowie Modalitäten der dualen Ausbildung waren hierbei Kernthemen“, sagt die Regionalabgeordnete Jenny Baltus-Möres, die in ihrer Präsentation u.a. eine Übersicht der spürbaren Vorteile seit der Regierungsverantwortung der MR aufzählte: „Abschaffung der Fernseh- und Rundfunkgebühren, starke Anhebung der Prämien für Energie- und Sanierungsmaßnahmen gleichermaßen für Privatpersonen wie Unternehmen, Verschlankung der Strukturen des Öffentlichen Personen- und Nahverkehrs TEC sowie eine Reduzierung der Ministerposten, der Kabinettsgrößen und des Fuhrparks.“ Auch für den wallonischen Minister für Wirtschaft und Digitales steht „außer Frage, dass die Bürger nun über eine erhöhte Kaufkraft verfügen.“ Damit der Wirtschaftsmotor nicht stottere, sollten Schulen und Wirtschaft stärker zusammenarbeiten: „Ich blicke mit Bewunderung auf die duale Ausbildung in der DG. Leider sind wir nicht so flexibel, wie dies die Schweiz und Deutschland mit ihren Ausbildungssystemen sind. Die Französische Gemeinschaft ist ein bisschen unbeweglich in dieser Angelegenheit“, sagte Pierre-Yves Jeholet. Neben dem Vorhaben der Wallonischen Region, den Netzausbau in ländlichen Regionen mit 50 Millionen Euro zu fördern, beobachtet der Vize-Ministerpräsident der Wallonischen Region wohlwollend das neue Projekt der Deutschsprachigen Gemeinschaft „Wirtschaft macht Schule“: „Ab September starten wir damit, um das unternehmerische Denken und eine bessere Verknüpfung von Wirtschaft und Schule zu fördern“, sagte Isabelle Weykmans, Beschäftigungsministerin und Vize-Ministerpräsidentin der Deutschsprachigen Gemeinschaft.

 

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