De Block fordert Respekt der EU-Verordnungen bei deutschen Amtskollegen!

Wenn ein belgischer Einwohner entscheidet seinen Berufsweg in Deutschland einzuschlagen, zahlt er auch dementsprechend auch in den deutschen Sozialkassen ein und das bis zu seiner Rente. Da er im Laufe seiner Karriere Sozialbeiträge in unserem Nachbarland eingezahlt hat, sollte er auch, nachdem er in den Ruhestand getreten ist, weiterhin von der deutschen Krankenversicherung erwarten können, entsprechende Leistungen zurückerstattet zu bekommen – auch wenn er in Belgien wohnhaft ist. Trotz allem ist kürzlich bekannt geworden, dass manche deutsche Krankenversicherungen dem nicht mehr nachkommen.

 

Grund genug für die Föderalabgeordnete Kattrin JADIN (PFF-MR) die Gesundheitsministerin Maggie DE BLOCK (Open VLD) auf diese missliche Lage hinzuweisen, denn diese Situation betrifft leider viele Ostbelgier.

 

PFF Grenzgänger Krankenkassen

 

Nachdem also die ostbelgische Abgeordnete ihre parlamentarische Frage eingereicht hat, informierte sich die zuständige Ministerin kurzerhand im Bundesministerium für Arbeit und Soziales über die aktuelle Lage in dieser Angelegenheit und hat es sich nicht nehmen lassen, den deutschen Kollegen auf den Respekt der geltenden EU-Richtlinien hinzuweisen.

 

Von Anfang an war DE BLOCK war in ihrer Antwort sehr deutlich: diese Angelegenheit untersteht den Verordnungen (883/2004 und 987/2009) des Europäischen Parlamentes und des Rates zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit.

 

Ich bin froh, dass die Ministerin sich der Sache direkt angenommen hat und werde den Verlauf dieser Angelegenheit weiterhin genauestens verfolgen. Es kann nicht sein, dass der Belgier jahrelang Sozialbeiträge in Deutschland einzahlt aber direkt nach der Rente von den deutschen Krankenkassen im Stich gelassen wird – auf Kosten des belgischen Sozialsystems!“, so Kattrin JADIN abschließend.