Wort den Parteien: « Wir brauchen engagierte Bürger in den Gemeinden »

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Politischer Einsatz gefragt

Die Gemeinde ist die politische Institution, die für alle sichtbar und greifbar ist. Die Mitglieder der Gemeinderäte, die Schöffen und die Bürgermeister stehen dem Bürger näher als die Politiker auf den anderen politischen Ebenen.

Ihre Entscheidungen, sei es für große Bauprojekte, Kanalisationsarbeiten oder auch für das Aufstellen einer Parkbank und die Pflege von Grünanlagen, bewegen die Menschen mehr als manche andere Maßnahme in ihrer unmittelbaren Umgebung. Die Gemeinde ist die wahrnehmbarste Instanz der Entscheidung und der Ausführung.

Daher ist es umso wichtiger, dass diese politische Ebene von engagierten Mitbürgerinnen und Mitbürgern gestaltet wird. Es sind Menschen, die zumeist neben ihrem Beruf hier Arbeit leisten, um das Gemeindewohl hochzuhalten und gemeinsam unser aller Lebensraum zu gestalten. Dabei wird gerne vergessen, dass das Engagement in einem Gemeinderat sicherlich nicht aus finanzieller Motivation geschieht.

In diesem Jahr wählen wir unsere Gemeinderäte. Gestandene Ratsmitglieder und neue Kandidaten werben im Wahlkampf um die Gunst der Wähler. Es gilt für die Mehrheitsfraktionen genauso wie für die Oppositionen, Listen zu erstellen.

PFF WDP Gemeinden

Vor allem gilt es, für die Wahlen motivierte Kandidaten zu finden, die bereit sind, sich zu engagieren.

Nicht nur junge Kandidaten werden gesucht. Alle Altersklassen müssen vertreten sein, denn ein Gemeinderat sollte einen repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung darstellen. Wir brauchen Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und die sich im Sinne der Allgemeinheit verpflichten wollen.

Dass dies nicht immer einfach ist, zeigen die aktuellen Entwicklungen. In zahlreichen Gemeinden werden noch Kandidaten gesucht. In einigen Fällen wird vermutlich sogar nur eine einzige Liste antreten.

Negative Einflüsse durch Schwarzmaler sollten interessierten Bürgern allerdings nicht als Gradmesser für ein politisches Engagement dienen. Vielmehr sollte die eigene Vorstellung von politischen Ideen und deren Durchführbarkeit den Ausschlag geben, ob sich Frau oder Mann an politischen Prozessen beteiligen möchte.

Die lautstarken Kritiker, die jeden politisch engagierten Mitbürger aufgrund der Skandale im Inland pauschal in die gleiche Ecke stellen, sollten sich erst einmal selbst beteiligen. Das dürfte ihnen allerdings schwerfallen, denn wie ein bekanntes Zitat treffend formuliert: Politik wird mit dem Kopf gemacht, nicht mit dem Kehlkopf.