Resolutionsvorschlags zur Förderung der deutschen Sprache im Innenausschuss einstimmig verabschiedet

Am heutigen Dienstagmorgen hat die ostbelgische Föderalabgeordnete Kattrin JADIN (PFF-MR) den Resolutionsvorschlag zur Förderung der deutschen Sprache im Innenausschuss der Abgeordnetenkammer vorgestellt und wurde anschließend einstimmig verabschiedet.

Der Resolutionsvorschlag, der bereits 2016 im Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft und anschließend im Senat sowie im Regionalparlament verabschiedet wurde, hat nun auch endlich grünes Licht vonseiten des zuständigen Ausschusses in der Kammer erhalten. Jetzt muss der Vorschlag in den kommenden Wochen noch durch die Vollversammlung gutgeheißen werden, bevor dann landesweit die deutsche Sprache auch in den Augen der Volksrepräsentanten mehr respektiert und gefördert werden soll.

Regelmäßig weise ich die Mitglieder der Föderalregierung darauf hin, dass die deutschsprachigen Belgier auf ihren Internetseiten nicht die nötigen Informationen in deutscher Sprache finden. Mit dieser Resolution erhoffe ich mir, dass ein Umdenken stattfindet und die Deutsche Sprache auf föderaler Ebene in Hinblick auf den beiden anderen Landessprachen mehr beachtet werden soll! Umso mehr freue ich mich, dass diese Resolution heute bereits einstimmig angenommen wurde“, so Kattrin JADIN unmittelbar nach der Abstimmung.

PFF Resolution Deutsch

Obwohl die drei Landessprachen laut Verfassung gleichgestellt sind, sieht es in der Praxis anders aus. Ein Paradebeispiel hierfür ist wohl auch, dass die Abgeordnete Kattrin JADIN heute den Resolutionsvorschlag auf Deutsch vorgestellt hat und die restlichen Abgeordneten ziemlich überrascht reagiert haben, als sie feststellten, dass im Ausschuss eine Rede in deutscher Sprache abgehalten wurde. Mithilfe des Dolmetschers haben sie sehr wohl verstanden, dass dieser Resolutionsvorschlag vor allem die Regierungsvertreter an die entsprechenden Passagen in der Verfassung erinnern soll.

In ihrer Intervention unterstrich die ostbelgische Föderalabgeordnete deswegen auch ganz klar, dass das Ziel nicht sei, die Übersetzungskosten explodieren zu lassen, sondern dass die deutsche Sprache den Platz in Belgien erhalten sollte, den sie auch verdient hat – nämlich eine der drei offiziellen Landessprachen zu sein.