PFF und MR fordern: Umweltgenehmigung auch bei Probebohrung!

Die Regionalabgeordneten Isabelle Stommen und Jenny Baltus-Möres schlagen für den Bergbau in der Wallonie
eine Umweltgenehmigung für Probebohrungen und Abbau vor
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PFF Bergbau

 
Die Regionalabgeordneten des Bezirks Verviers, Isabelle Stommen (cdH) und Jenny Baltus-Möres (MR-PFF), haben den Wallonischen Umweltminister Carlo Di Antonio (cdH) bezüglich des wieder aufgekommenen Interesses am Bergbau in der Wallonischen Region interpelliert.
 
Die Technologien der Förder- und Abbauindustrie haben sich im Vergleich zu früheren Zeiten verändert sowie weiterentwickelt und die Bürger verlangen völlig zu Recht transparente Informationen, die Möglichkeit zur freien Meinungsäußerung und ebenso Garantien zum Erhalt der Umwelt. Es ist also wichtig, dass die Stimmen der Bürgerinnen und Bürger Gehör finden.
Darüber hinaus ist festzustellen, dass die bestehende Gesetzgebung zum Erforschen und Erschließen potenzieller Bergwerke nicht mehr zeitgemäß ist und weder den Anforderungen an Umweltaspekten, noch den aktuellen Technologien entspricht. Da das derzeit geltende Dekret aus dem Jahre 1988 stammt, muss die Gesetzgebung unbedingt den aktuellen Erfordernissen angepasst werden.
 
Der Umweltausschuss des Parlaments der Wallonie untersucht in dieser Woche die Reform des Bodendekrets („decrét sols“). In diesem Zusammenhang ergreifen die Regionalabgeordneten Jenny Baltus-Möres und Isabelle Stommen die Gelegenheit, einen Abänderungsantrag zu hinterlegen wonach „jeder Betreiber eine Umweltgenehmigung nachweisen muss, in der sämtliche Bergbauaktivitäten festgehalten sind – sei es zu Forschungszwecken/Probebohrungen oder zum Abbau der Vorkommen.“
 
Es handelt sich hierbei um eine Verfahrensweise, die eine gründliche und umfassende Analyse jedes einzelnen Projektes vorsieht, um eine Umweltgenehmigung zu erhalten. Diese so genannte Prozedur sieht u.a. eine öffentliche Anhörung, die Verwirklichung einer Studie über mögliche Auswirkungen, das Durchführen einer öffentlichen Umfrage, etc. vor.