Diesel-Aus im Jahr 2030 betrifft nicht alle Fahrzeuge

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Kleinere und sicherere Fahrzeuge als sinnvolle Option

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Es tut sich was im Automobilsektor und vor allem in Sachen Verbrauchernachfrage! Oder doch nicht…? Welche Alternativen gibt es wirklich im Hinblick auf den nahenden Dieselausstieg?

Gerade scheinen mehr und mehr Menschen Vertrauen in Elektro-Autos aufzubauen – da lässt ein negatives Testergebnis aufhorchen: Laut Test Achats betrage die Reichweite von E-Fahrzeugen bis zu 40 % weniger als das, was versprochen werde… „Damit der angestrebte Wandel im Automobilsektor Wirklichkeit wird, brauchen wir nicht nur vernünftige Alternativen, sondern endlich auch strikte und für alle überprüfbare Normen wie auch realistische und vertrauenswürdige Reichweitentests“, sagt  Regionalabgeordnete Jenny Baltus-Möres (PFF-MR), die diesen Montag Umweltminister Carlo Di Antonio (cdH) u.a. zum geplanten Diesel-Aus der Wallonischen Region im Jahr 2030 befragte.

 

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Demnach wird es Ausnahmen geben, so zum Beispiel für Warentransporte. Minister Di Antonio legt Wert darauf, dass « jeder sein Fahrverhalten und seine Fahrzeugwahl besser anpassen kann ». Die Regionalabgeordnete begrüßt diese Antwort: „Gerade für Handwerker, Händler und Fuhrunternehmer gibt es zum heutigen Tage keine Alternative zu Dieselfahrzeugen, um täglich Geschäfte zu beliefern oder Waren zum Kunden zu bringen. » Des Weiteren hat der Minister bestätigt, dass die wallonische Regierung die Grundlage schaffen will, dass Gemeinden Umweltzonen in bestimmten Gebieten und Ballungsräumen einführen können. Ebenso könne bei Spitzenwerten der Luftverschmutzung das gesamte Gebiet der wallonischen Region für den Autoverkehr gesperrt werden.

 

Allerdings geht es in Sachen Verkehrsfragen bei weitem nicht nur um Umweltschutz, sondern insbesondere um den Menschen als Teil dieser Umwelt: « Hier halte ich den Ansatz der Initiative LISAcar (Light and Safe car) sinnvoll und ich würde es begrüßen, wenn dieser Ansatz in die aktuellen Überlegungen der Regierung zur Reform der Fahrzeugsteuer einfließt », so Jenny Baltus-Möres, die das Projekt LISAcar auch Minister Jean-Luc Crucke gestern im Rahmen einer parlamentarischen Frage vorstellte. Die Idee besteht darin, dass Fahrzeuge künftig wieder kleiner, leichter, weniger PS-stark und sicherer werden sollen – und dies nicht nur zum Schutz der schwachen Verkehrsteilnehmer, sondern auch für die Fahrzeuginsassen selbst! Um diese Entwicklung zu fördern, könnte eine niedrigere Besteuerung für solche Fahrzeuge ein Anreiz sein. Crucke wies die Idee nicht von der Hand, verwies aber auf die Notwendigkeit von Rücksprachen mit weiteren Ministern. „Als Liberale wollen wir den Leuten nicht vorschreiben, wie sie sich fortzubewegen haben, aber wir möchten den Verkehrsfluss und die -Sicherheit erhöhen, nicht zuletzt da das aktuelle Verkehrsaufkommen immer weiter steigt und das derzeitige System an seine Grenzen stößt“, so Baltus-Möres, die hier Handlungsbedarf sieht.