Wir fragen nach! Welches Fazit zieht man aus der Zusammenarbeit mit der Uni Mainz?!


 

Regierungskontrolle vom 8. November 2017 – Ausschuss IV für Gesundheit und Soziales

 

Frage von Evelyn JADIN zu den sozialen Treffpunkten

 


PFF Soziale Treffpunkte

 

Seit dem 5. Mai 2014 ist das Dekret zur Förderung sozialer Treffpunkte in Kraft. Seitdem wurde bereits einiges unternommen.
Soziale Treffpunkte sind für das gesellschaftliche Leben sehr wichtig. Sie sind Begegnungsort für Jung und Alt, sowie Personen unterschiedlicher Herkunft, und vieles mehr!
2015 wurden insgesamt vier Dienste durch die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft als soziale Treffpunkte anerkannt.
 
Um die Koordination der Treffpunkte, sowie den administrativen Aufwand bestmöglich bewältigen zu können hat die Regierung das Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz beauftragt, gemeinsam mit den Verantwortlichen der sozialen Treffpunkte eine Qualitätsreflexion durchzuführen und sie in ihrer Arbeit zu begleiten.
Im Rahmen eines Studientages im September diesen Jahres wurde die Gesamtauswertung besagter Qualitätsreflexion mit den Verantwortlichen Koordinatoren der sozialen Treffpunkte, sowie dem Institut für sozialpädagogische Forschung aus Mainz nun vorgestellt.
 
Meine Frage nun hierzu:
 

„Welche Schlussfolgerungen und Perspektiven kann man aus dieser Gesamtauswertung ziehen?“

 
Antwort des Ministers:
 
Die Qualitätsreflexion der Sozialen Treffpunkte hat drei Ziele verfolgt:
1. Die Erstellung einer Zwischenbilanz der Arbeit der vier sozialen Treffpunkte, die seit 2015 im Rahmen des Dekrets bezuschusst werden.
2. Einen systematischen fachlichen Austausch der vier Treffpunkte und aller Akteure (Hauptamtliche, Ehrenamtliche, Verwaltungsratsmitglieder der Treffpunkte sowie kommunale Vertreter und das Ministerium).
3. Die Erstellung von Empfehlungen für die sozialen Treffpunkte und die Politik.
 
Nach einem ersten Planungsworkshop Ende 2016 fanden zwischen Mai und Juni 2017 in allen Treffpunkten sogenannte „kollegiale Visitationen“ statt.
Vergangenen September wurde der Prozess mit einem Workshop abgeschlossen. Dabei wurden die Ergebnisse der Qualitätsreflexion vorgestellt.
• Zu den Stärken der Treffpunkte gehört eine eigene Identität, die sich in der Gemeinwesenarbeit widerspiegelt.
• Sowohl die Koordinatoren als auch die Ehrenamtlichen zeigen Engagement für ihre Arbeit. • Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen funktioniert auf Augenhöhe.
• Es gibt eine große Angebotsvielfalt. Bedarf zur Weiterentwicklung gibt es allerdings auch.

• Es bedarf einer Stärkung der Kooperation mit anderen Dienstleistern im Sozialraum und die Beteiligung in relevanten Gremien in den Gemeinden.
• Die Sozialen Treffpunkte sind Begegnungsorte, aber sie sollten ebenso bei Bedarf zu passenden Beratungs- und Unterstützungsangeboten orientieren. Ansonsten besteht die Gefahr der Überforderung.
• Das Aufgabenprofil der Koordinatoren muss geschärft werden. Oftmals nehmen sie Tätigkeiten wahr, die nicht zu ihrem Kernaufgabenbereich gehören.
• Die Koordinatoren sollten sich ab jetzt regelmäßig zum kollegialen Austausch treffen. Auch sollte man über gemeinsame Supervisionen nachdenken.
 
Angesichts der knapp bemessenen Zeit zur Beantwortung der Frage, werde ich nicht detaillierter auf die Ergebnisse eingehen.
Ich schlage vor, dass wir uns mit diesem Thema im Rahmen einer Ausschusssitzung befassen.
Die erste Zwischenbilanz bewerte ich grundsätzlich positiv. Es gibt allerdings auch Optimierungspotential. Die Regierung wird die Träger auf ihrem Weg unterstützen.