Deutsch-belgisches Doppelbesteuerungsabkommen für Anfang 2018 geplant!

Nachdem die IGDBG an die Föderalabgeordnete Kattrin JADIN bezüglich der heimlichen Ausarbeitung des Doppelbesteuerungsabkommens zwischen Deutschland und Belgien heran getreten ist, hat die Ostbelgierin unmittelbar den Finanzminister befragt.
Die Interessengemeinschaft deutsch-belgischer Grenzgänger (=IGDBG) kritisiert seit geraumer Zeit, dass die Verhandlungen zwischen Deutschland und Belgien bereits so lange andauern. Noch dazu werden die laufenden Verhandlungen hinter verschlossenen Türen geführt, so dass alle Interessenten von möglichen Informationen ausgeschlossen werden. Eine Vorgehensweise, die auch die Föderalangeordnete Kattrin JADIN (PFF-MR) kritisiert hat.
Der belgische Finanzminister Johan Van OVERTVELDT (N-VA) zeigt sich jedoch von der parlamentarischen Frage völlig unbeeindruckt. Sein Standpunkt ist klar: die Verhandlungen von internationalen Abkommen werden in aller Diskretion geführt.

PFF Doppelbnesteuerungsgesetz

In seiner Antwort gibt der zuständige Minister ebenfalls die zukünftige Marschroute an. Obwohl er noch kein genaues Datum nennen kann, hofft er, im Laufe des ersten Semesters 2018 zu einem Vertragsabschluss zu kommen. Sobald dann eine Übereinkunft getroffen wurde, wird diese noch übersetzt, das Föderalparlament benachrichtigt und anschließend auf der Internetseite des FÖD Finanzen veröffentlicht.

Das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und den Niederlanden hatte beispielsweise einen Wechsel des hoheitlichen Besteuerungsrechts der gesetzlichen Renten von Deutschland zugunsten der Niederlande zur Folge. Weil die gesetzlichen Renten in Deutschland grundsätzlich nur bis zu 50 Prozent steuerpflichtig sind, sie es aber in den Niederlanden zu 100 Prozent sind, befürchten die in Belgien wohnenden Grenzarbeiter nun ein ähnliches Schicksal, kurzum eine doppelte Versteuerung.

Vor allem diejenigen, die in Deutschland arbeiten bzw. gearbeitet haben und nun in Belgien leben, fürchten den Vertragsabschluss, da die belgische Einkommensteuer deutlich höher liegt als in unserem Nachbarland“, so die Föderalabgeordnete Kattrin JADIN.