Wir fragen nach! Wie läuft die Zusammenarbeit zwischen Kaleido Ostbelgien und Post-Minis?


 

Regierungskontrolle vom 13. September 2017 – Ausschuss IV für Gesundheit und Soziales

 

Frage von Evelyn JADIN zur Vereinbarung der Regierung der DG zwischen der Deutschsprachigen Gemeinschaft, der Kommanditgesellschaft „Post-Minis KG“ und Kaleido Ostbelgien für die Jahre 2017 – 2020

 


Es ist vollbracht: die erste private Kinderkrippe Ostbelgiens wurde Anfang diesen Monats mitten in der Eupener Innenstadt eröffnet.
Mit einer Betreuungskapazität von bis zu 12 Kleinkindern von 0-3 Jahren gingen die Post- Minis an den Start.
 
Das Konzept eines privaten Tagesmütter-Hauses ist ein völlig neues Modell der Kinderbetreuung, welches in dem Erlass vom 22. Mai 2014 über die Dienste und andere Formen der Kinderbetreuung in dieser Form noch nicht integriert ist.
 
Es versteht sich natürlich von selbst, dass die Deutschsprachige Gemeinschaft derartige neue Initiativen und Vorhaben als Chance nützen und begleiten will, verfolgt sie doch das ambitiöse Ziel, den tatsächlichen Bedarf an Kinderbetreuung bis zum Jahr 2025 decken zu können.
 
Als Liberale kann ich private Initiativen, wie das Konzept eines privaten Tagesmütter- Hauses, das in der Form eines Projektes umgesetzt wird, natürlich nur begrüßen. Dessen ungeachtet, muss die Politik die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen.
 
In diesem Zusammenhang hat die Regierung der DG eine Vereinbarung zwischen der Deutschsprachigen Gemeinschaft, der Kommanditgesellschaft „Post-Minis KG“ und Kaleido Ostbelgien für die Jahre 2017 – 2020 genehmigt.
Meine Frage nun hierzu :

  • Welche Aufgaben hat Kaleido-Ostbelgien in diesem Zusammenhang zu erfüllen?

 

PFF Post-Minis

 
Antwort des Ministers:
 
Zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass das Projekt der „Post-Minis“ eigentlich keine private Kinderkrippe, sondern ein Tagesmütterhaus ist.
 
Bei dieser außergewöhnlicher Strukturform der Tagesbetreuung wurden Bestimmungen aus der Gesetzgebung für selbstständige Tagesmütter mit Bestimmungen aus dem Erlass über die Dienste und andere Formen der Kinderbetreuung kombiniert. Im Grunde genommen haben wir also auf vertraglicher Basis eine neue Rechtsgrundlage geschaffen. Dieses Vorgehen wird es häufig geben, da wir in der Lage sein müssen, auf die veränderten Herausforderungen in der Kinderbetreuung zeitnah zu antworten. Nach einer Erprobungsphase soll das Dekret dementsprechend abgeändert werden.
 
Kaleido übernimmt, ähnlich wie bei den selbstständigen Tagesmüttern, eine Reihe von Aufgaben. Diese sind in der Konvention vom 30. Mai 2017 zwischen der Deutschsprachigen Gemeinschaft, der „Post-Minis KG“ und Kaleido aufgeführt.
 
Dazu gehören u.a.

1) das Erstellen von Gutachten zur Zulassung der Tagesmütter im Tagesmütterhaus;
2) die Prüfung der Beschaffenheit der Räumlichkeiten des Tagesmütterhauses vor Inbetriebnahme;
3) die Begleitung und Beratung der Hauptverantwortlichen des Tagesmütterhauses und der Tagesmütter;
4) die Organisation von Weiterbildungsangeboten für die Tagesmütter.

Post-Minis betreibt 12 Plätze. Sie wird momentan nicht durch die Gemeinschaft bezuschusst, da die Elternbeiträge nicht einkommensgestaffelt sind.