Beschäftigung steigern und Fachkräfte sichern!

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PFF Lasagne
 

Seitdem die Deutschsprachige Gemeinschaft im Zuge der 6. Staatsreform im Jahre 2016 die regionalisierten Zuständigkeiten im Bereich der Beschäftigung erhalten hat, wird im Rahmen des strukturierten und erweiterten Sozialdialogs intensiv und konstruktiv an deren Anpassung an die sozioökonomischen Realitäten Ostbelgiens gearbeitet.
 

Die Lasagnen-Politik der letzten Jahrzehnte führte zu einer Flut von Programmen und Maßnahmen zur Wiedereingliederung und -beschäftigung. Seit der Übertragung ist der Weg frei für die Gestaltung einer transparenten, den spezifischen Bedürfnissen Ostbelgiens angepassten und somit effizienten Beschäftigungspolitik. Maßgeschneiderte Dienstleistungen, die den Herausforderungen unseres Arbeitsmarktes am besten gerecht werden sind das Ziel. Auf der Agenda stehen zunächst Verwaltungsvereinfachung und Bürokratieabbau – das ist kein frommer Wunsch, sondern eine unabdingbare Voraussetzung.
 

Mit Zustimmung der Sozialpartner konnten bereits verschiedene grundlegende Anpassungen vorgenommen werden, die diesem Maßstab entsprechen. Auch konnte das Grundlagenkonzept zur neuen Zielgruppenpolitik in der zuständigen Arbeitsgruppe verabschiedet werden. Eine neue, bedarfsorientierte Aktivierungspolitik entsprechend den Hauptzielgruppen der Jugendlichen unter 25 Jahren, den Arbeitslosen ab 50 Jahren sowie den Arbeitslosen mit multiplen Vermittlungshemmnissen wird unter der Prämisse der Beschäftigungsgarantie eingeführt. Zu diesem Zweck wird das Regelsystem radikal vereinfacht: aus 20 Aktivierungsprogrammen werden 2. Der Schwerpunkt wurde auf die älteren Arbeitslosen gelegt, die in Ostbelgien von der Langzeitarbeitslosigkeit besonders bedroht sind. Die Möglichkeit einer Aktivierungsmaßnahme kann gepaart werden mit den LSS Erleichterungen für ältere Arbeitnehmer ab 56 Jahren: Diese attraktive Kumulierung und Aktivierungseffekt ist nur in Ostbelgien möglich. Zudem wird die attraktive Zielgruppenprämie direkt an den Arbeitgeber ausgezahlt, gekoppelt an Initiativen und innovativen Finanzierungsmodellen der Qualifizierung der zu vermittelnden Arbeitslosen. Nur so kann eine nachhaltige Vermittlung in den Arbeitsmarkt garantiert werden, ganz nach dem Vorbild der erfolgreichen dualen Ausbildung in der Deutschsprachigen Gemeinschaft.
 

Ein weiterer wichtiger Schritt bleibt die Optimierung der Qualifikationsinitiativen und deren Unterstützung. Dazu wird im Herbst der Sozialdialog weitergeführt. Um für die Menschen, die hier leben und arbeiten, und für die Arbeitgeber einen attraktiven Standort Ostbelgien zu gestalten, heißt das unumstößliche Ziel: Beschäftigung steigern und Fachkräfte sichern.

 
 

Für die PFF,
 

Isabelle Weykmans
Vize-Ministerpräsidentin
Ministerin für Kultur, Beschäftigung und Tourismus