Radikalisierung in den Kasernen – Belgien ebenfalls auf der Hut!

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PFF Radikalisierung Armee

 
 
Nachdem Anfang Mai in der Bundeswehr mehrere Fälle von Rechtsextremismus bekannt geworden sind, hat die ostbelgische Föderalabgeordnete Kattrin JADIN (PFF-MR) den Verteidigungsminister zu ähnlichen Vorfällen in Belgien befragt.
 
Glücklicherweise konnte Verteidigungsminister Steven VANDEPUT (N-VA) der Kammerabgeordneten Kattrin JADIN nicht bestätigen, dass es innerhalb der belgischen Streitkräfte einen mit Deutschland vergleichsweisen Skandal gegeben hat, dennoch gab er einige besorgniserregende Informationen preis.

 

Momentan beobachte der Geheimdienst der Verteidigung nämlich 60 Soldaten, die sich möglicherweise in radikalen religiösen Kreisen aufhalten. Der Minister gab der ostbelgischen Abgeordneten wohl zu verstehen, dass diese Antwort mit Vorsicht zu genießen ist, denn er unterstrich vor allem das Adverb „möglicherweise“ in seinen Aussagen.

 

In Sachen Rechtsextremismus kam der Minister auf den Fall von 2016 zurückzusprechen, bei dem rausgekommen war, dass einige belgische Soldaten Sympathien zur rechtsextremen Miliz „Soldiers of Odin pflegten. Die betroffenen Soldaten hätten sich seitdem von der rechtsextremen Organisation distanziert und den Werten der Verteidigung erneut die Treue geschworen. Dank der schnellen Aufklärung und internen Kommunikation habe dies ebenfalls einen Abschreckungseffekt auf die anderen Rekruten gehabt, so der Verteidigungsminister.

 

Einem Fall von Linksextremismus verfolge die Verteidigung auch zurzeit.

 

Rund 30 Soldaten seien möglicherweise auch ins kriminelle Rockermilieu involviert und stünden unter Beobachtung.

 

Der Nachrichtendienst der Verteidigung hat sein Personal genauestens in Blick, die Anzahl der Überwachten beruhigt mich aber nicht. Deswegen sollte man noch genauer bei dem Rekrutierungsverfahren auf die Profile der Bewerber schauen können, damit man erst gar nicht mit radikalen Gedanken innerhalb der Streitkräfte konfrontiert wird“, so Kattrin JADIN abschließend.