Schlag gegen die Kinderpornoszene – auch Belgien wappnet sich weiter!

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Im Mai haben internationale Untersuchungen in Bezug auf die kinderpornographischen Internetseite « Playpen » weltweit zu rund 900 Festnahmen geführt, darunter zählten 368 Verdächtige in Europa. Dabei wurden knapp 300 Kinder auf der Webseite identifiziert. Kattrin JADIN (MR) ist über das Ausmaß entsetzt und hat den Justizminister zum Thema der Kinderpornographie näher befragt.

Der belgische Staat nimmt diese Form der Kriminalität sehr ernst und hat unlängst den Kampf gegen die Kinderpornographie in Angriff genommen.

Der Gesetzgeber hat es für äußerst wichtig gefunden der Organisation Child FOCUS per königlichem Erlass eine vereinfachende Rolle zu verleihen. In der Zwischenzeit wurde Child Focus, Mitglied von INHOPE – ein internationales Netzwerk, das in Fällen von Kinderpornographie eingreift – bereits als bürgerlicher Kontaktpunkt anerkannt. Child Focus wird in Zukunft die Meldungen zur Kinderpornographie, die auf Servern im Ausland und in Belgien gespeichert sind, an INHOPE, weiterleiten und die Justizbehörden sowie die Polizeidienste informieren.

 

PFF Kinderpornografie

 

Außerdem hat der Justizminister Koen GEENS (CD&V) der ostbelgischen Abgeordneten gestern im Justizausschuss erklärt, dass ein neues Protokoll, das die Zusammenarbeit zwischen Child Focus, den Justizbehörden und den Polizeidiensten in Sachen Verschwinden und Kampf gegen die sexuelle Misshandlung von Kindern verbessert, in Bearbeitungsphase ist und in geraumer Zeit zur Unterschrift der betroffenen Parteien vorgelegt wird.

Die Antwort des Justizministers hat Kattrin JADIN (MR) einerseits beruhigt und andererseits hofft sie, dass das neue Protokoll es ermöglichen wird, mehr Verdächtige aufzuspüren und diese für ihre grauenhaften Taten zu bestrafen.

„Obwohl das Internet sehr viele Vorteile mit sich bringt, fehlt es dem World Wide Web auch nicht an negativen Seiten. Leider gibt es auch für Pädophile im Internet Plattformen, um auf seine Kosten zu kommen. Es ist unsere Aufgabe als pflichtbewusste Bürger, bei den geringsten Anzeichen für Kindesmissbrauch, ob virtuell oder im Alltag, die zuständigen Behörden zu informieren und ihnen unter die Arme zu greifen“, so Kattrin JADIN abschließend.