Ostbelgien: Wie stehen die Gemeinden zur neuen Standortmarke?

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Regierungskontrolle vom 8. Mai 2017 – Ausschuss I für allgemeine Politik, Petitionen, Finanzen und Zusammenarbeit

Frage von Gregor FRECHES
zum Standortmarketing OSTBELGIEN


 

Unseren Standort attraktiver, effizienter und nachhaltiger zu gestalten und dementsprechend zu positionieren, ist ein übergreifendes Thema der Regierungspolitik, werter Herr Ministerpräsident. Nach anderthalb Jahren Vorbereitungen fiel am 15. März 2017 der Startschuss der neuen Standortmarke „Ostbelgien“. Um es auf den Punkt zu bringen, stellen wir nun unsere Innen und Außendarstellung komplett unter das Dach Ostbelgien.

 

Die Strategie des Standortmarketings sollte jedoch nicht nur die 9 deutschsprachigen Gemeinden miteinbinden, sondern umfassend ebenfalls auf die 9 angrenzenden französischsprachigen Kommunen, sprich die Gemeinden Bleyberg, Welkenraedt, Baelen, Weismes, Malmedy, Stavelot, Trois-Ponts, Vielsalm und Gouvy in ein globales Konzept ausgebaut werden.

 

Einrichtungen, Dienste, Vereinigungen, aber auch Unternehmen, können sich der Marke anschließen, denn Anknüpfungsmöglichkeiten gibt es reichlich. In diesem Zusammenhang wurde eine Runde durch die Gemeinden angedacht, um die Markenstrategie vor Ort zu präsentieren, die aber auch als Aufruf zum Standortmarketing zu verstehen ist.

 

Meine Fragen nun hierzu:

 

Wurde bereits Kontakt mit allen deutschsprachigen Gemeinden sowie den französischsprachigen Gemeinden aufgenommen?
Wenn ja, wie nehmen die Gemeinden das betriebene Standortmarketing an?

 

Vielen Dank für Ihre geschätzte Antwort!
 

 

PFF Ostbelgien
 

 

Antwort des Ministerpräsidenten:

 

Ein Standortmarketing für Ostbelgien hat nur dann eine Aussicht auf Erfolg, wenn möglichst viele Akteure und Menschen – am besten alle – mitmachen.

 

Die Gemeinden sind zentrale Partner, um Ostbelgien für Fach- und Führungskräfte, Unternehmen und Familien interessant zu machen. Sie sind deshalb von Anfang an in den Prozess einbezogen worden.

 

Schon an den beiden ersten Workshops im August 2015 nahmen Vertreter der Gemeinden teil.

 

Die Standortstrategie ist mehrmals mit den Gemeindekollegien und den Bürgermeistern besprochen worden.

 

Seit Anfang Februar 2017 treffen wir zudem jeden einzelnen Gemeinderat, um die Markenstrategie vorzustellen und Anknüpfungspunkte zu besprechen.

 

Sieben Gemeinderäte haben wir bereits getroffen, lediglich die Termine in Amel und Kelmis stehen noch aus.

 

Die Rückmeldungen der Gemeinden sind bislang durchweg positiv.

 

Alle sehen in dieser Strategie die Chance, sich zum Standort Ostbelgien zu bekennen, gemeinsam für Ostbelgien zu werben und Synergieeffekte zu erzielen.

 

Letzten Donnerstag haben wir das Thema erneut auf der Bürgerversammlung diskutiert. Auch da waren die Rückmeldungen äusserst positiv.

 

Ich bin zuversichtlich, dass wir alle deutschsprachigen Gemeinden als Markenpartner gewinnen werden; dass alle deutschsprachigen Gemeinden sich in ihrer Aussendarstellung unter das Markendach „Ostbelgien“ stellen und ihre Kommunikationsinstrumente entsprechend anpassen werden.

 

Am 11. Oktober 2016 hatten wir auch die Bürgermeister der frankophonen Nachbargemeinden zu einem Austausch eingeladen. Leider konnten damals nicht alle diesen Termin wahrnehmen. Am 8. Juni 2017 soll ein weiteres Treffen stattfinden. Ausserdem hatten wir unsere Nachbargemeinden zum Lounge-Event am 15. März 2017 eingeladen. Siehe schriftliche Frage von Kollege Balter vom 29. März 2017.

 

Darüber hinaus wurde die Tourismusagentur Ostbelgien in deren Verwaltungsrat die Gemeinden Malmedy und Weismes vertreten sind, von Anfang an in den Prozess einbezogen. Wir werden den Dialog mit unseren frankophonen Nachbarn weiter fortsetzen. Wir können allerdings immer nur ein Angebot unterbreiten. Wir können niemanden zwingen mitzumachen.