Werbung für IAWM-Schnupperwochen auch im Ausland?

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Regierungskontrolle vom 16. März 2017 – Ausschuss III für Unterricht, Ausbildung und Erwachsenenbildung

Frage von Gregor FRECHES zu den Schnupperwochen des IAWM


 

Das Institut für Aus-und Weiterbildung (IAWM) organisiert jedes Jahr die Schnupperwochen in Handwerk, Handel, Technik und Dienstleistungsgewerbe für Jugendliche unserer Region.

Sehr erfolgreich ist diese Veranstaltungswoche wenn es um die Teilnahme der Betriebe geht. Im vergangenen Jahr nahmen mehr als 270 Ausbildungsbetriebe daran teil.

 

Dies mit dem Ziel zukünftige Auszubildende für eine Lehre in ihrem Betrieb zu interessieren.

 

Eine wichtige Angelegenheit, wo doch 2016 mit 115 unbesetzten Lehrstellen die Höchstzahl erreicht wurde und zum Rekordjahr freier Lehrstellen wurde.

Um dem entgegen zu wirken, stellte sich mir die Frage, werter Herr MOLLERS, ob nicht vielleicht auch im benachbarten Ausland Werbung für die SCHNUPPERWOCHEN gemacht werden sollte.

Dies um einerseits Interessenten für die freien Stellen zu finden, wie auch andererseits Werbung für den Wirtschaftsstandort OSTBELGIEN im benachbarten Ausland zu machen – ganz im Sinne der Zielsetzungen unserer Regierung.

 

Daher folgende Frage nun an Sie, werter Herr Minister MOLLERS:

 

Inwiefern wurde nachgedacht im benachbarten Ausland Werbung für die ostbelgischen Schnupperwochen zu machen?

 
 

20170317_IAWM

 
 

Antwort des Bildungsministers:
 

Sehr geehrter Herr Vorsitzender,

Werte Kolleginnen und Kollegen,

 

Die Schnupperwochen des IAWM sind nach wie vor ein sehr bewährtes Mittel der konkreten Berufswahlorientierung in Ostbelgien.

Damit das IAWM möglichst viele Jugendliche erreicht, sind die Werbemaßnahmen sehr umfangreich.

 

So wurden in diesem Jahr wieder 3400 Jugendliche im Alter zwischen 15-18 Jahren direkt angeschrieben und mit allen notwendigen Informationen versorgt.

Zudem erscheinen in der Presse Aufrufe zur Teilnahme an den Schnupperwochen für Jugendliche und Betriebe, und auch im Rundfunk ist das IAWM im Vorfeld der Schnupperwochen mit Interviews in verschiedenen Sendungen präsent.

 

Hervorzuheben ist im Zusammenhang mit der Frage des Kollegen Freches aber vor allem die sehr gut gestreute Werbung im Internet, die ja bekanntlich keine Landesgrenzen kennt und dadurch ja per se ein noch breiteres Publikum erreicht. Das IAWM greift hier auf ein beachtliches Netzwerk zurück, denn die ZAWM, die neun ostbelgischen Gemeinden der DG, das ostbelgische Arbeitsamt, der Studienkreis Schule und Wirtschaft, Ostbelgien-Live, der Bildungsserver und das Jugendbüro bewerben die Schnupperwochen auf Ihren Internetseiten explizit.

 

Eine proaktivere und direkte Bewerbung der Schnupperwochen in den benachbarten Kammerbezirken Aachen und Trier ist auch aufgrund des Territorialprinzips von Ausbildung nicht geplant.

Das IAWM pflegt mit den benachbarten Bezirken sehr gute Kooperationen.

Die Bidiplomierungen mit der HWK Aachen und Trier, der IHK Aachen sowie Kursbesuche unserer Lehrlinge in den Bildungszentren der Kollegen sind für unsere Gemeinschaft sehr wertvoll und wichtig.

Diese bis dato hervorragend funktionierenden Kooperationen wollen wir nicht durch das „Fischen in fremden Gewässern“ gefährden zumal wir wissen, dass unsere Kollegen mit gleichen Problemen bei der Nichtbesetzung von Lehrstellen zu kämpfen haben.

Im umgekehrten Fall würden wir diese Vorgehensweise ebenfalls nicht begrüßen.

 

Abschließend möchte ich aber noch erwähnen, dass wir konkreten Anfragen aus dem benachbarten Ausland sehr offen gegenüberstehen.

 

So hat die Hauptschule Drimborn (D) Interesse an den Schnupperwochen bekundet und alle notwendigen Informationen vom IAWM erhalten.

Eine Teilnahme von deutschen Schülern ist demnach sehr gerne gesehen und auch möglich ohne dies jedoch aus eben genannten Gründen konkret voranzutreiben.

 

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.