Schule und Jugendhilfe gemeinsam auf Kurs?

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Regierungskontrolle vom 15. März 2017 – Ausschuss IV für Gesundheit und Soziales

Frage von Evelyn JADIN zum 3. Jugendhilfeforum der DG – „Schule und Jugendhilfe gemeinsam auf Kurs“


 
Die Entwicklung vom Kind zum Jugendlichen ist nicht immer nur einfach und kann zu verschiedenen Problemen und Ratlosigkeit führen. Der Hauptaspekt von Schule ist sicherlich Bildung als spezifische Unterstützung Heranwachsender zum Erwerb von Kenntnissen und der Entwicklung von Fähigkeiten und Fertigkeiten. Dessen ungeachtet handelt es sich allerdings auch um den Ort an dem Kinder und Jugendliche die meiste Zeit, beziehungsweise einen Großteil ihrer Zeit verbringen.

 

Institutionen Jugendhilfe und Schule müssen eng zusammenarbeiten und funktionale Räume schaffen, in denen eine ganzheitliche Hilfe möglich ist.

 

Am vergangenen 16. und 17. Februar 2017 fand das 3. Jugendhilfeforum der Deutschsprachigen Gemeinschaft statt. Während zwei Tagen haben die unterschiedlichen Akteure sich in Arbeitsgruppen zwecks Ausarbeitung und Entwicklung eines gemeinsamen Kurses zusammengefunden. Ziel des Ganzen ist eine engere, intensivierte und vertrauensvollere Zusammenarbeit zwischen Schule und Jugendhilfe.

Meine Frage an Sie Herr Minister ist nun Folgende:

 

Welches Fazit können Sie aus diesem 3. Jugendhilfeforum ziehen?

 

PFF Jugendhilfe

 

 

Antwort des Ministers:

 

Am 30. März 2017 wird die Vorbereitungsgruppe des Forums eine ausführliche Auswertung vornehmen. Inhalte und Ergebnisse werde ich zu gegebener Zeit auch im Ausschuss IV vorstellen. Dennoch kann ich vorwegenehmen, dass es eine gelungene Veranstaltung war. Die Teilnehmer haben sich aktiv eingebracht. Das Jugendhilfeforum unter dem Motto: „Jugendhilfe und Schule gemeinsam auf Kurs -Perspektiven verstehen – Perspektiven schaffen für uns und die Kinder“ war erneut partizipativ gestaltet. Ca. 80 Personen haben an dieser 3. Auflage teilgenommen. Dabei waren der Schul- und der Jugendhilfebereich in etwa gleich stark vertreten.

 

Zunächst ging es darum, sich persönlich kennenzulernen. Das heißt, die Vorgehensweisen und Handlungslogik des anderen Bereichs zu verstehen und Vorurteile abzubauen.

 

In einem zweiten Schritt wurde eine wünschenswerte Zukunft der Zusammenarbeit idealisiert, ehe dann die aktuelle Zusammenarbeit genauer betrachtet wurde.

 

Empfehlungen an verschiedene Personengruppen wie Schulleiter, Lehrer, Politiker durften formuliert werden.

 

Zum Abschluss des Forums konnten die Teilnehmer aktuelle und wichtige Themen oder Fragestellungen im Rahmen eines „Open Space“ mit Kollegen des Jugendhilfe- beziehungsweise des Schulbereiches vertiefen.

 

Innerhalb der Arbeitsgruppen wurden u.a. folgende Themen erörtert:

 

Die Einführung eines „Sozialen Tages für Lehrer“ – Besuch eines Lehrers im Jugendhilfebereich

Markt der Möglichkeiten: Information, Kennenlernen, Austausch

Schule – Lehrer – Erzieher – Kaleido – was braucht es NOCH zum guten Miteinander?

Plattform Jugendhilfe – Schule: gesellschaftspolitische Diskussion – Austausch

„Was tun wenn´s brennt?“ : Fallberatung, Information, Leitfaden zur Kommunikation Schule – Jugendhilfe, „wenn´s brennt“

 

Wir wissen jedoch, dass es damit nicht getan ist. Weitere Impulse sind nötig, um diese Kooperation dauerhaft und nachhaltig zu verändern. Die Arbeitsgruppen, die sich im Rahmen der Veranstaltung gebildet haben, sind ein guter Schritt in die richtige Richtung und werden künftig vom Begleitausschuss der Jugendhilfe begleitet und unterstützt