Bushaltestellen in Industriezonen

Heute Morgen fand im Kabinett Di Antonio in Namur ein Treffen mit der TEC Lüttich-Verviers und dem Initiator der Petition zur Einrichtung von Bushaltestellen in Industriezonen, Herrn Ralf Hellenbrandt statt.

Das Treffen war von der Regionalabgeordneten Jenny Baltus-Möres und dem Europaabgeordneten Pascal Arimont in die Wege geleitet worden, die ebenfalls an dem Treffen teilnahmen.

 

Auf der Tagesordnung stand vor allem die Frage, wie man in Bezug auf den Projektvorschlag von Herrn Hellenbrandt weiterkommen könnte. Dieser war bereits im Dezember vergangenen Jahres an die Öffentlichkeit gegangen und hatte Unterschriften gesammelt, um insbesondere in der Industriezone II in Sankt Vith, sowie auch insgesamt im ostbelgischen Raum verstärkt Bushaltestellen einrichten zu lassen.

 

Nachdem die Regionalabgeordnete den zuständigen Minister mehrfach dazu befragt und ihm die Unterschriftensammlung wie auch ein Anschreiben zur Erläuterung der Hintergründe persönlich überreicht hatte, hatte dieser dem Vorschlag zugestimmt, dass sein Kabinett an einem entsprechenden Beratungstreffen teilnehmen würde. Auch die TEC Lüttich-Verviers, die zu diesem Zweck ebenfalls von den beiden Abgeordneten angeschrieben worden war, hatte ihre Teilnahme zugesagt.

 

Zu Beginn wies Arimont darauf hin, dass es sich bei dem Anliegen in der Industriezone Sankt Vith II nicht um einen Einzelfall handele, da der Bus für viele junge Auszubildende, die in Industriezonen arbeiten, das wichtigste Mobilitätsmittel darstelle. Interessant an der Sankt Vither Initiative sei, dass bereits konkrete Pläne auf dem Tisch lägen, die ernsthaft geprüft werden sollten, um eine schnelle Lösung herbeizuführen.

 

In der Folge stellte Herr Hellenbrandt sein Konzept vor und legte dabei neben einem konkreten Streckenvorschlag und ersten Hochrechnungen zu den Kosten auch andere Überlegungen dar, wie z.B. das Manko für ältere Ortsbewohner, die in Zeiten der Rationalisierung auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen wären. Für Busse, die derzeit Leerfahrten tätigen, neue Bushaltestellen vorzusehen, könnte auch eine zusätzliche Einnahmequelle für die TEC bedeuten.

 

Baltus-Möres erinnerte schließlich an eine Reihe von derzeit bestehenden Problemen in Bezug auf die TEC : überfüllte Busse vor allem zum Schuljahresbeginn, die verzögerte Installation der versprochenen SELF-Automaten für Ostbelgien und der Mangel an deutschsprachigen Ansprechpartnern bei der TEC Lüttich-Verviers. Hinzu komme, dass allem Anschein nach auch nicht einer der 162 für Lüttich-Verviers vorgesehenen neuen Hybridbusse in Ostbelgien eingesetzt werden soll. Sie resümierte, dass die Realisierung der bei dem Treffen dargelegten Initiative folglich zu einer dringend nötigen Verbesserung des Images der TEC auch im ostbelgischen Raum beitragen könne.

 

Die Verantwortlichen zeigten sich an dem Projekt interessiert. Sie baten aber um Zeit, die Finanzierung und die Machbarkeit weiter prüfen zu können. So schlossen sie zu diesem Zweck ein Treffen vor Ort in Sankt-Vith nicht aus.

 

Die Initiatoren des Treffens wie auch Herr Hellenbrandt zeigten sich abschließend zufrieden mit den ersten Resultaten und wollen sich, falls erwünscht, auch weiterhin in die Vorbereitungen einbinden, damit noch in diesem Jahr die gewünschten Haltestellen eingerichtet werden können.

 

Positiv deuten sie vor diesem Hintergrund vor allem, dass ihre Gesprächspartner die besondere Situation in Sankt Vith, wo sich das Busdepot inmitten der Industriezone befindet, erkannt haben und diesem Element Rechnung zu tragen scheinen. In den nächsten Wochen sollen nun weitere Treffen stattfinden.

 

PFF Transport-TEC-15.03.2017