Risiko-Studie der Uni Wien über Tihange 2 als nicht repräsentativ bewertet!

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Ende vergangenen Jahres hat eine von der Städteregion Aachen in Auftrag gegebene Risiko-Studie belegt, dass im Falle einer Reaktorkatastrophe von Tihange ganz NRW hiervon betroffen sein könnte. Diese Studie bekräftigt die Städteregion in ihrer Forderung nach einer sofortigen Abschaltung des besagten belgischen Atomkraftwerkes. Grund genug für die ostbelgische Föderalabgeordnete Kattrin JADIN (PFF-MR)  den zuständigen Minister  für Nuklearsicherheit, Herrn Jan JAMBON (N-VA), mit der Studie zu konfrontieren.


 
 
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Minister Jan JAMBON (N-VA) hat nach Veröffentlichung besagter Studie die FANK beauftragt, diese eingehend zu analysieren. Die Föderale Agentur für Nuklearkontrolle ist zu dem Entschluss gekommen, dass die Studie keine neuen Elemente oder Argumente hervorbringt.

 

Im Dezember hat die FANK sich ebenfalls mit dem BMUB (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit) bezüglich der Studie zusammengesetzt und sie kamen zu dem gemeinsamen Entschluss, dass die Studienresultate nicht repräsentativ sind und jegliche Atomkatastrophe, ganz egal wo in der Welt, erhebliche Schäden für die umliegenden Regionen bedeuten würde.

 

Das Studienergebnis ist natürlich mehr als logisch. Wenn uns das Atomkraftwerk an der belgisch-französischen Grenze um die Ohren fliegt, dann würden auch weite Teile Belgiens unbewohnbar sein. Die Nuklearenergie als solches zieht ein großes Risiko mit sich, deshalb sollte man weltweit die erneuerbaren Energie so weit vorantreiben, dass man in absehbarer Zukunft auf die Atomkraft verzichten kann“, bekräftigt die Föderalabgeordnete Kattrin JADIN.

 

Die niederländischen Kollegen der ANVS (Autoriteit Nucleaire Veiligheid en Stralingsbescherming) bestätigen ebenfalls den Standpunkt der FANK und des BMUB. Sie gehen sogar noch weiter und erklären das Szenario für absolut unrealistisch. Die ANVS unterstreicht zudem nochmal, dass es keinen Grund gibt, an der Sicherheit des Reaktors Tihange 2 zu zweifeln.