Das Klimaabkommen – Wendepunkt der globalen Klima-und Energiepolitik

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Nach dem Scheitern des Klimagipfels in Kopenhagen im Jahre 2009, einigten sich erstmals 195 Staaten in Paris am 12.12.2015 auf ein völkerrechtlich verbindliches Abkommen, das Verpflichtungen für ALLE enthält.

Die Weltgemeinschaft verständigt sich somit auf ein Paket für ernsthaften Klimaschutz und das Ende von Kohle, Öl und Gas zur Mitte des Jahrhunderts.

Etwas mehr als 30 Jahre trennen uns ALLE nun von diesem ambitiösen Vorhaben.

In den Augen von Gregor FRECHES, ein relativ zeitlich kurz gesetzter Rahmen in Anbetracht der rasch voranschreitenden globalen Industrialisierung und der enormen Herausforderungen.

„Einer Industrialisierung, die fern von unserem Europa voranschreitet, nämlich in Ländern wie Brasilien, Indien, Südafrika oder Russland – nicht zu vergessen China“, so der Fraktionsvorsitzende der PFF in der Plenarsitzung von Montag, den 20.02.2017.

Den sogenannten Schwellenländern, zu denen sich dann noch Staaten wie die Türkei oder Thailand dazugesellen.

In der Diskussion im Ausschuss 3, wo dieses Thema sehr ausführlich und interessiert verfolgt worden sei, habe man aus dem Vortrag des Experten aber herauserkennen können, wie schwierig doch die Verhandlungen gewesen sein müssen. Umso größer solle daher auch der Erfolg bewertet werden.

Allianzen zwischen Ländern, Kontinente übergreifend zeigten auf, wie unterschiedlich Auffassungen sein können – auch wenn es um unsere Erde gehe, so Freches.

Der ausgehandelte Vertag setze den Startpunkt, massive neue Krisen durch den Klimawandel in den kommenden Jahrzehnten zu verhindern.

Es sei ein Solidaritätspaket für diejenigen vereinbart worden, die von den Folgen des bereits stattfindenden Klimawandels besonders betroffen seien.

Das Abkommen sei in vielen Aspekten deutlich anspruchsvoller, als viele Beobachter es erwartet hätten.

Denn es lege Prinzipien für die Umsetzung fest:

Nationale Klimaschutzpläne, die regelmäßig aktualisiert und angepasst würden, um aus Erfahrungen zu lernen und technologische Entwicklungen aufzunehmen.

 

 

„Wir Europäer sind uns unserer Verantwortung mehr als bewusst – aber ALLEINE werden wir es nicht schaffen.“

 

GF-Klimaabkommen-21.02.2017

 

Es bleibe daher zu hoffen, dass alle anderen dies auch so sehen werden.

Relativ rasch könnten Fragen aufgeworfen werden wie:

Was wird passieren, falls die Weltwirtschaft wieder in eine Krise gerät?

Werden dann diese so hoch gesetzten Ziele über Bord geworfen, geopfert für die Krisenbewältigung?

Werden dann Protektionismus zur Ankurbelung der eigenen Industrie über dieses Abkommen gestellt werden?

Fragen, die wir heute nicht beantworten können…, so Freches.

Die Föderalregierung unterstütze die hohen Ziele, auch Regional würden diese umgesetzt werden.

 

„Wir, die PFF Fraktion werden daher diesem Abkommen zustimmen, denn es stellt den Wendepunkt auf dem Weg in eine neue Epoche der globalen Klima- und Energiepolitik dar.“