Der Arbeitsmarkt und die Anwerbung von Talenten

Laut einem Artikel des „Knack“ steuert Flandern in den nächsten Monaten auf einen „oorlog om talenten“, also einem Konflikt zur Anwerbung von Talenten zu. Darauf verwies Christoph Gentges, Gemeinschaftsabgeordneter am Parlament der DG, in der gestrigen Kontrollsitzung. Rückläufige Arbeitslosigkeit und ein steigendes Angebot an Arbeitsplätzen würden den Stellenmarkt unter Druck setzen. „Die Arbeitgeber haben es immer schwerer, Personal zu rekrutieren“, so Gentges. In manchen Gegenden kämen inzwischen gerade einmal 1,2 Arbeitssuchende auf einen angeboten Arbeitsplatz. Im Bereich um Roeselaere spreche man schon von Vollbeschäftigung. Ende 2016 seien in Flandern 73000 angebotene Stellen unbesetzt geblieben.

 

Ein weiteres Element sei der sogenannte „Grixit“ (wofür das „Gri“ für Grau stehe). Dabei handele es sich um über 300.000 Arbeitnehmer aus den sogenannten Babyboomer-Jahrgängen, die in den nächsten Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden und in den Ruhestand gehen würden. Man rechne auf 100 ausscheidende Arbeitnehmer mit gerade einmal 78 bis 82 Schulabgängern, die auf dem Arbeitsmarkt nachrücken.

 

Die Lage scheine sich soweit angespannt zu haben, dass manche Arbeitgeber, insbesondere aus dem IT-Sektor, Studenten 15.000€ anbieten, damit diese ihr Studium abbrechen und sich dem Unternehmen anschließen.

Inzwischen würden flämische Unternehmen auch verstärkt in Frankreich anwerben und das flämische Unternehmernetzwerk VOKA plane eine Tour in der Wallonie, um dort Werbung für den flämischen Arbeitsmarkt zu machen.

 

Vor dem Hintergrund dieser Meldungen stellte Gentges folgende Fragen an Frau Ministerin Isabelle Weykmans:

– Wie wird sich den Prognosen nach der Arbeitsmarkt in Ostbelgien entwickeln?

– Gibt es Anzeichen einer ähnlichen Entwicklung?

 

 

CG-Anwerbung-Talente-07.02.2017

 

Die Antwort der Ministerin folgt im Laufe des Tages an dieser Stelle zum Nachlesen.