Reform der Lokalen Beschäftigungsagenturen

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Eine starke Wirtschaft bildet das Fundament für Wachstum und die Verbesserung der Lebensqualität. Langzeitarbeitslosen eine Perspektive zu geben, mehr noch, sie wieder ins Arbeitsleben zu integrieren gehört auch dazu. Neue Zuständigkeitsübertragungen im Bereich der Arbeitsmarktpolitik werden genutzt, um an die Gegebenheiten unserer kleinen Gemeinschaft angepasste Maßnahmen zu entwickeln. In diesem Sinne wird die Möglichkeit genutzt und das System der Lokalen Beschäftigungsagenturen (LBA)  zur Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen reformiert.

Die Lokalen Beschäftigungsagenturen verfolgen zum einen das Ziel, gesellschaftlich relevante Dienstleistungen für die es im regulären Wirtschaftszyklus kein Angebot gibt, anzubieten und zum anderen, Langzeitarbeitslose stundenweise zu beschäftigen. Durch das System der Lokalen Beschäftigungsagenturen können sowohl Privatpersonen als auch Rechtspersonen verschiedene Dienstleistungen von einem LBA-Arbeitnehmer ausführen lassen, der in Form von LBA-Schecks bezahlt wird. Arbeitslose können somit stundenweise bei gemeinnützigen Einrichtungen oder Privatpersonen, beispielsweise als Mittagsaufsicht in Schulen oder als Unterstützung für Senioren, arbeiten. In unserer Region erhalten rund 120 Personen pro Jahr zeitweise Arbeit, um wieder den Weg zurück in die Arbeitswelt zu finden.

Als Folge der Reform soll die lange Kette an Einrichtungen, die sich mit der Verwaltung beschäftigten, aufgebrochen werden, damit das jetzige System bezahlbar bleibt. Das aktuelle Verwaltungssystem ist sehr komplex. Unsere kleine Gemeinschaft bietet Voraussetzungen für kurze Wege. Daher soll das LBA-System beim Arbeitsamt angesiedelt werden, das dezentral funktioniert und eine flächendeckenden Service garantiert. Dadurch wird die Verwaltung stark vereinfacht und die Effizienz gesteigert. Für Arbeitssuchende und für Institutionen sowie Personen, die auf das LBA-Personal zurückgreifen, wird sich nichts ändern. Es handelt sich lediglich um eine Reform der internen Verwaltungsabläufe.

Zurzeit liegt das Dekret dem Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft zur Debatte vor. In den kommenden Wochen soll die Reform der Vereinfachung des Systems der LBA verabschiedet werden und das neue System ab dem 01. Januar 2018 greifen. Kürzere Wege und einfachere Strukturen sind hier der Schlüssel zum Erfolg.

 

Isabelle Weykmans

Vize-Ministerpräsidentin und Ministerin für Kultur, Beschäftigung und Tourismus

 

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