Bildungsstandort Ostbelgien- wie sieht’s aus?!

Unser Fraktionsvorsitzender fragte nach. Dabei nahm er Bezug auf eine gemeinsame Ausschusssitzung vom 20.12.2016, in der das Konzept zur Entwicklung der Standortmarke OSTBELGIEN erläutert worden war. Aufbauend auf einer Analyse der Identität der Region, seiner Wettbewerbsfähigkeit und der Bedürfnisse seiner Zielgruppen, wurde diese Standortmarke für die DG, bzw. OSTBELGIEN definiert. Ein wesentlicher Aspekt sei jedoch bei der Erläuterung der Marke in den Augen der PFF zu kurz gekommen: der Bildungsstandort der DG, welcher fester Bestandteil des Regionalen Entwicklungskonzeptes sei.

 

Daher stellte Freches die folgende Frage an Minister Harald MOLLERS:

Inwiefern ist der Bildungsstandort DG in die Analyse des Standortmarketing OSTBELGIEN einbezogen worden?

 

Gregor-FRECHES-Regierungskontrolle-13.01.2017

 

Im Folgenden die Antwort des Ministers, Harald, MOLLERS:

 

Die Regierung hat das Standortmarketing für Ostbelgien zu einem übergreifenden Thema ihrer Regierungspolitik gemacht.

Das Standortmarketing betrifft nicht nur die Wirtschaftsregion, sondern alle Lebensbereiche, also auch die Bildung, das Sozialwesen, die Kultur, usw.

Ziel ist, dass wir uns unserer Alleinstellungsmerkmale bewusst werden und diese innerhalb Belgiens sowie in den angrenzenden Regionen und Ländern vermarkten.

 

Die Markenstrategie wurde seit Mitte 2015 mit zahlreichen Akteuren aus der Region erarbeitet.

Dazu fanden Workshops und Gespräche unter anderem mit Vertretern des Unterrichtswesens, der beruflichen Aus- und Weiterbildung, der Autonomen Hochschule und der Wirtschaft statt.

Das Regionale Entwicklungskonzept mit seiner Stärken-Schwächen-Analyse, seiner Vision und seinen Zukunftsprojekten für die Bildungsregion diente ebenfalls als Grundlage für die Ausarbeitung der Markenstrategie.

Das REK stellt eine hervorragende strategische Grundlage dar; es ist allerdings ein komplexes Steuerungsinstrument.

Markenbildung ermöglicht, Komplexes einfach zu machen.

Die Marke Ostbelgien macht die Themen des REK differenzierbar, beschreibbar und erlebbar.

 

Auszug aus der Markenstrategie:

„Ostbelgien ermöglicht eine außergewöhnliche Bildung von Kindesbeinen an.

Die Mehrsprachigkeit ist ein fester Bestandteil unserer Schulausbildung.

Das eröffnet unseren Schülern Bildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten auf allen Seiten unserer Grenzen.

Berufsausbildungen und Ausbildungsstätten in Ostbelgien bilden im dualen System für Karrieren in allen Ländern Europas aus.

Hochschul- und Universitätsstädte sind zum Greifen nahe.

In Ostbelgien kann man sein Leben lang weiter lernen sowie von Einflüssen und Möglichkeiten auf beiden Seiten seiner Grenzen profitieren.“

 

Diese Botschaften gilt es im Rahmen des Standortmarketings nach außen zu kommunizieren, um den Standort Ostbelgien für Fach- und Führungskräfte, Unternehmen und Familien interessant zu machen.

Auch um die Sichtbarkeit des Standorts als Ganzes zu verbessern, was Akteuren in den unterschiedlichsten Bereichen der ostbelgischen Wirtschaft zugutekommt.

Daneben soll das Standortmarketing auch nach innen wirken.

Es geht darum, dass wir uns unserer Trümpfe bewusst werden und Initiativen ergreifen, diese Stärken weiterhin zu stärken.

Unsere Anstrengungen zum Ausbau der Mehrsprachigkeit und eines effizienten dualen Ausbildungssystems unterstreichen dies.

Nur so können wir Zukunftsperspektiven eröffnen für die Menschen in Ostbelgien, für Familien, die Fachkräfte von morgen und Unternehmen.