„TEC it easy“ für Nutzer nicht so „easy“…

Seit geraumer Zeit besitzt die TEC eine elektronische Zahlungsmethode, das System „TEC it easy“. Trotz wohlklingenden Namens ist es für Menschen aus den ländlicheren Gebieten der Wallonischen Region aber nicht so „easy“ an solche Karten zu kommen, geschweige denn sie wieder aufzuladen. Bislang gibt es z.B. in der Deutschsprachigen Gemeinschaft ausschließlich in Eupen (am Busdepot in der Nähe des „Espace TEC“) einen solchen Automaten, an dem die Nutzer sich diese Karten besorgen und wieder aufladen können.

Auf vorherige Fragen der ostbelgischen Regionalabgeordneten Jenny Baltus-Möres hatte der zuständige Minister Carlo Di Antonio angekündigt, dass bald nach Anlauf des neuen Systems auch weitere Automaten, und das auch im Süden der DG, zum Einsatz kommen würden. Da diese aber immer noch auf sich warten lassen, befragte die Abgeordnete ihn erneut zu diesem Thema. Sie wies dabei darauf hin, dass die aktuelle Situation insbesondere für Bürger aus dem Süden der DG unbefriedigend sei. Wenngleich seit Ewigkeiten Automaten für die Gemeinden Bütgenbach und Sankt Vith versprochen worden wären, so gebe es aktuell in der DG immer noch nur diesen einen Automaten in Eupen. Dies sei schon sehr unvorteilhaft für einen Bürger aus beispielsweise Burg-Reuland, insofern man nicht das Glück habe, an einem der seltenen Tage vor Ort zu sein, an dem der mobile Infobus der TEC im Süden der DG Halt mache.

 

Und siehe da, diesmal wurde die Antwort immerhin konkreter: Neben dem Automaten in Eupen sollen in Kürze 4 weitere in der DG platziert werden. Bis zum Ende des Jahres sollen diese in Sankt-Vith, Bütgenbach, Eupen Busbahnhof und Kelmis installiert und während des ersten Trimesters 2017 in Betrieb genommen werden. Ein weiterer soll in Malmedy zu finden sein. Der Minister betonte außerdem, dass dieser Dienst auch rund um die Uhr online über den E-SHOP der TEC abrufbar sei.

 

Was die Funktionalität dieser Karten im Ausland für grenzüberschreitende Linien betrifft, wofür die Abgeordnete sich ebenfalls eingesetzt hatte, so antwortete der Minister damit, dass dies nicht vorgesehen sei. Allerdings sollen die betroffenen Busse (z.B. die Linie 14 Eupen-Aachen) demnächst mit belgischen und deutschen Ticketsystemen ausgestattet werden.

 

Auch wenn die Abgeordnete der Tatsache, dass demnächst fünf weitere Automaten in der Region installiert werden sollen, durchaus positiv entgegenblickt, bedauert sie, dass dies erst jetzt geschieht: „Es ist ein Unding, auf eine elektronische Zahlungsmethode zurückzugreifen, ohne den Bürgern dann auch in Reichweite die entsprechenden Automaten zur Verfügung zu stellen.“ Auch sollte der Minister ihrer Meinung nach darüber nachdenken, ob man nicht in solch ländlichen Regionen wie der DG jeder Gemeinde zumindest einen solchen Automaten zur Verfügung stellen sollte.

 

 

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