Die Bier-Route und das BELGISCHE BIER

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Wallonische Region: Finden der Bezirk Verviers und Ostbelgien Eingang in die „Route de la bière“? Es gibt ca. 100 Brauereien in der Wallonischen Region, wobei der Bezirk Verviers stark vertreten und bekannt für seine beliebten Biersorten ist. So gibt es im Bezirk Verviers die Brasserie Grain d’orge, die allein 60 Biersorten produziert, aber auch die bekannte und beliebte Abtei-Brauerei von Val Dieu, und die etwas kleinere aber nicht minder beliebte Brasserie de Bellevaux. Es gibt daneben aber auch Mikro-Brauereien wie z.B. für das Bier Cabane. Und es gibt eine ganze Reihe regionaler Biere, die sich immer größerer Beliebtheit erfreuen, wie z.B. das Damian-Bier, Brice et Joup, Grelotte, Bobeline, la 44, und last but not least das „Eupener Bier“ – ohne Anspruch auf Vollständigkeit wohlbemerkt.

 

So versteht es sich aus Sicht der ostbelgischen Regionalabgeordneten Jenny Baltus-Möres quasi von selbst, dass die „Bier-Route“ (route de la bière), die Tourismusminister René Collin kürzlich für die Wallonie angekündigt hat, auch den Bezirk Verviers durchqueren sollte. Deshalb fragte sie den Minister in der heutigen Ausschuss-Sitzung in Namur, ob dem so sei und ob es hier auch eine Zusammenarbeit mit dem HoReCa-Sektor geben würde. Sie wies dabei darauf hin, dass die Bier-Branche in der Wallonischen Region, so auch in Verviers, vielen Menschen einen Arbeitsplatz bieten würde und dass sie es sehr begrüße, diesen Sektor und seine qualitativ hochwertigen Produkte durch ein touristisches Gesamtkonzept der Wallonie weiter aufwerten zu wollen.

 

Der Minister sprach in Bezug auf diese Route leider erneut vom wallonischen anstatt vom belgischen Bier, was aus Sicht der Abgeordneten nicht die beste Strategie ist, die Route touristisch zu vermarkten: Wenngleich die wallonischen Produkte sich einer vorzüglichen Qualität erfreuen dürfen, haben sie insbesondere beim Bier nicht die gleiche internationale Reputation wie die belgischen Produkte.“ Die Abgeordnete durfte sich hier über unerwartete Unterstützung von einem weiteren Abgeordneten (Francois Desquesnes, cdH) freuen, der sich in Folge ihrer Erläuterungen ebenfalls dafür stark machte, dass man – wenn auch nicht beim wallonischen Wein – so doch bei dem traditionsreichen Getränk Bier für die Bezeichnung des „Belgischen Biers“ entscheiden solle, anstatt vom wallonischen Bier zu sprechen… Der Minister gab aber bislang keine Rückmeldung dazu.

 

Was die Route betreffe, wolle man zunächst das, was es hier schon gebe, berücksichtigen und wertschätzen. So erinnerte er daran, dass es schon erste Ansätze in Richtung Bier-Route in manchen Gegenden der Wallonischen Region gebe – darauf wolle man aufbauen. Der Tourismus-Sektor soll ebenfalls konsultiert werden, um die Route auszuarbeiten, was die Abgeordnete begrüßte. Auf ihre Frage nach der Logistik konnte er noch nicht antworten, da dies noch zu früh sei. Baltus-Möres wies darauf hin, dass man dies ebenfalls bei Zeiten klären müsse, damit das Konzept Erfolg habe und auch in der Praxis durchführbar sei – insbesondere für Touristen von außerhalb, die ohne eigenen Wagen vor Ort sind – und auch damit die Teilnehmer das Bier auch ohne weitere Bedenken verkosten können.

Auch konnte/wollte der Minister noch nicht sagen, nach welchen Kriterien genau die Brauereien ausgewählt werden sollen, ob z.B. auch Mikro-Brauereien eingebunden würden und ob die Route durch alle Provinzen oder gar Bezirke führen würde; nur bestätigte er, dass das Ziel sei, eine möglichst ausgewogene und interessante Route zu schaffen, in die auch touristische Attraktionen mit eingebaut werden sollen.

 

Die ostbelgische Regionalabgeordnete hofft weiterhin, dass der Bezirk Verviers, der eine ausgereifte und traditionsreiche Bier-Kultur aufweist, bei der Ausarbeitung der wallonischen Bier-Route entsprechend berücksichtigt wird.

 

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte meinen Mitarbeiter Damien Haag unter der 0495/627162 oder damien.haag@j-bm.be.

 

 

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