Schwerpunkt Familienpolitik: Schaffung einer 2. Kinderkrippe im Norden der DG

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Die Kleinkindbetreuung gehört zweifelsohne zu den Schwerpunkten und Herausforderungen der Familienpolitik unserer Gemeinschaft. In der Regierungserklärung zur Eröffnung der Sitzungsperiode 2016-2017 wurde die Ausdehnung des Betreuungsangebotes besonders hervorgehoben – ein Angebot, das zukünftig nicht nur umfangreicher, sondern auch bedarfsgerecht und familienfreundlich gestaltet werden soll. In der darauf folgenden Aussprache kündigte unsere Gemeinschaftsabgeordnete und Mitglied des Ausschusses IV, Evelyn JADIN, bereits an, dass sie die anstehenden Projekte und Maßnahmen mit großer Aufmerksamkeit verfolgen werde … Gesagt, getan!


 

In der vergangenen Kontrollsitzung des Ausschusses IV für Gesundheit und Soziales vom 5. Oktober 2016 nutzte Frau Evelyn JADIN demnach die Gelegenheit, um den Sozialminister nach dem aktuellen Stand der Dinge zur Schaffung einer zusätzlichen Kinderkrippe im Norden der DG zu befragen. Die integrale Frageformulierung sowie die Antwort des Ministers gibt es hier zum Nachlesen.

 

 

05102016

 
 

Evelyn JADIN – Gemeinschaftsabgeordnete und Mitglied des Ausschusses IV für Gesundheit und Soziales

 

  • Frage von Frau JADIN an Herrn Minister ANTONIADIS zur Schaffung einer neuen Kinderkrippe im Norden der DG:

 

Die Kleinkindbetreuung gehört zweifelsohne zu den Schwerpunkten und Herausforderungen der Familienpolitik. In seiner Regierungserklärung vom 19. September 2016, hat Herr Ministerpräsident auf den Ausbau des Kinderbetreuungsangebots, wie z.B. die Kinderkrippe in St. Vith oder dem Kinderhort und die außerschulische Betreuung Hauset hingewiesen. Zudem ist, auf Initiative der Gemeinden Kelmis, Lontzen und Raeren, die Schaffung einer weiteren Kinderkrippe in Hergenrath geplant. In Anlehnung an die bereits bestehenden Kinderkrippen, soll die Kinderkrippe in Hergenrath ebenfalls eine Betreuungskapazität von 24 Plätzen haben.
Zwecks Vorbereitung der gemeinsamen Kinderkrippe wurde u.a. eine Bedarfsanalyse durchgeführt. Des Weiteren soll auch ein Gutachten der drei Kommunalen Beratungsausschüsse für Kinderbetreuung eingeholt werden.
Meine Frage an Sie Herr Minister ist nun Folgende:

 

Wieweit ist das Projekt der Schaffung einer zweiten Kinderkrippe in Norden unserer Gemeinschaft fortgeschritten, beziehungsweise welche sind die noch ausstehenden Schritte, die noch in Angriff genommen werden müssen?

 

  • Antwort des Sozialministers

 

Das Projekt zur Schaffung einer zusätzlichen Kinderkrippe in Hergenrath wird in enger Zusammenarbeit mit der DG durchgeführt. Außerdem stellt die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (SPI) Expertise zur Verfügung. Ca. 45 Kinder sollen laut Plänen ab Herbst 2018 betreut werden können.

Laut Erhebung der drei Gemeinden ist der Bedarf einer Kinderkrippe gerechtfertigt. Am 25. Oktober wird ein gemeinsamer Kommunaler Beratungsausschuss für Kinderbetreuung der drei Gemeinden tagen und eine Stellungnahme zum Projekt abgeben. Künftiger Träger der Krippe soll das RZKB werden. Erste Gespräche hierzu haben bereits stattgefunden. Das RZKB hat sich zur Trägerschaft bereit erklärt.
Zum weiteren Verfolg des Projektes wird eine Arbeitsgruppe eingesetzt, an der sich hauch die DG beteiligen wird.

 
Finanzierung der Infrastruktur
Die Gemeinden werden den Bau der Kinderkrippe selbst finanzieren. Für die Ausstattung kann ein Zuschuss in Höhe von 50% beim Ministerium beantragt werden. Unter Ausstattung sind bewegliche Güter zu verstehen, die für die Nutzung der Immobilie oder der Außeninfrastrukturen unentbehrlich sind. Ich denke hier zum Beispiel an Kinderbettchen, Spielzeug für drinnen und draußen, Elektrogeräte oder Büromobiliar.
 

Finanzierung des Betriebes der Kinderkrippe

Die Deutschsprachige Gemeinschaft bezuschusst die Personalkosten, während die Funktionskosten durch die Elternbeiträge abgedeckt werden sollen. Die jährliche Belastung für die DG wird ca. 240.000 € betragen.
Die neue Kindekrippe ist Bestandteil des Masterplans 2025.