Erhöhung der Eigenkapitalanforderungen an Banken: Investitionen in Immobilien bedroht

Kattrin JADIN hat letzte Woche den Minister für Finanzen, Johan Van OVERTVELDT (N-VA), zu den neuformulierten Sicherheitsmaßnahmen des Basler Ausschusses befragt. Neue Standards, deren Anwendung in Belgien für 2019 vorgesehen ist, werden für zukünftige Vorgaben nicht ohne Folgen bleiben.

Im Zuge der Finanzkrise von 2008 sind die Bankenaufsichtsbehörden und die Zentralbanken der gesamten Welt regelmäßig zusammen gekommen, um gemeinsam eine Reihe von Maßnahmen, auch Basel 3 genannt, zu beschließen und Reglementierungen, Kontrollen und die Risikoverwaltung im Bankensektor zu verschärfen. Momentan nehmen die Experten des Ausschusses die Risiken im Zusammenhang mit Wohnungsdarlehen ins Visier. „Gemäß den Vorschlägen des Ausschusses werden die Banken in Zukunft dazu verpflichtet, ein konsequenteres Eigenkapital für Wohnungsdarlehen zu fordern – das heißt, ein hohes „Darlehen-Wert“-Verhältnis. Das Eigenkapital des Kreditnehmers soll bei Vertragsunterzeichnung in einem gleichmäßigen Verhältnis zum Wert der Immobilie stehen“, erklärt Kattrin JADIN.

Wie könnten die neuen Vorgaben für den Bankensektor den zukünftigen belgischen Kreditnehmer also beeinflussen? „Je größer der gewährte Kredit ist, desto größer sind auch die damit verbundenen Kreditrisiken und desto höher wird die Eigenkapitalanforderung der Bank werden, unterstreicht die Föderalabgeordnete. „Wir können also logischerweise schlussfolgern, dass die Banken von den zukünftigen Kreditnehmer höhere Eigenanlagen verlangen werden als dies zurzeit der Fall ist. Eine schlechte Perspektive für den Belgier, der eigentlich dafür bekannt ist, in Immobilien zu investieren“.

Bis die Vorgaben des Basler Ausschusses definitiv in Kraft treten wird die Föderalabgeordnete dieses Dossier sehr genau im Auge behalten und fordert in diesem Zusammenhang bis Ende dieses Jahres eine Anhörung der belgischen Bankenaufsichtsbehörde.

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