Kinderbetreuung mit angepassten Öffnungszeiten – Betriebskrippen

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Durch die Eröffnung der Kinderkrippe in ST. Vith und der von drei Nordgemeinden Geplanten sind weitere Schritte zur bedarfsgerechten Kinderbetreuung vollzogen worden. Jedoch wünschen sich viele Eltern eine an ihre Arbeitszeiten angepasste Kinderbetreuung. Diesen Vorteil bringt eine Betriebskrippe mit sich, da die Öffnungszeiten dem Bedarf der Mitarbeiter und somit auch der Betriebe angepasst sind. Doch wie hoch belaufen sich die Kosten für die Betriebe und welche zu erfüllenden Bedingungen sind seitens der Betriebe einzuhalten? Dieser Frage ging Evelyn JADIN in der gestrigen Regierungskontrolle vom 08. Juni 2016 auf den Grund:

« Das Problem der Vereinbarkeit von Familien- und Berufsleben ist ein allgegenwärtiges Thema,

schließlich betrifft es sowohl die Frage der Unterstützung und Pflege älterer Familienangehöriger, als auch die Frage

der Versorgung der Kinder. »

Evelyn-Jadin

Gemeinschaftsabgeordnete Evelyn JADIN

Das Angebot an Kinderbetreuung umfasse in der DG aktuell den Betreuungsdienst für kranke Kinder, den Tagesmütterdienst, die außerschulische Betreuung, die selbstständigen Tagesmütter, die Kinderhorte und die Kinderkrippen in Eupen und Sankt Vith. Letztere wurde am vergangenen 22. April 2016 offiziell eröffnet.

Anlässlich dieser Eröffnung habe der Minister für Familie, Gesundheit und Soziales, Antonios Antoniadis, angedeutet, dass er noch in diesem Jahr den Bedarf für eine Betriebskrippe für seine Arbeitnehmer prüfen möchte.

In seiner Antwort auf Evelyn JADINs aktuelle Frage vom 16. März 2016 bezüglich des Familienforums habe der Minister betont, dass er auch die Unternehmen des Privatsektors für Betriebskrippen sensibilisieren möchte.

Diese Idee reihe sich zudem in das familienpolitische Gesamtkonzept des Regionalen Entwicklungskonzepts ein, welches auf angemessene Konzepte, unter der Berücksichtigung der individuellen Wünsche der Eltern und Kinder, abziele.

Eine betriebliche Kinderbetreuung habe den Vorteil, dass sie in allen Branchen und Unternehmen aller Größen entstehen könne. Außerdem fülle Sie eine Lücke im öffentlichen Kinderbetreuungssystem.

Betriebskrippen seien außerdem positiv für die Motivation und das Betriebsklima und es gäbe statistisch betrachtet weniger Fehlzeiten. Kurzum: nur Positives.

Damit das Projekt einer betrieblichen Kinderbetreuung allerdings auch von Erfolg gekürt sei, bedarfe es finanzieller Mittel und Knowhow.

 

Die geschätzten Bau- und Ausstattungskosten würden sich laut der Antwort des Ministers auf 1,1 Millionen Euro belaufen, zu denen noch die jährlichen Betriebskosten von zirka 290.000 Euro hinzukämen. In der Wallonischen Region würden diese von der ONE zu 60% übernommen werden, wobei sich die Unternehmen jährlich mit 3000 Euro pro in Anspruch genommenem Betreuungsplatz an den Kosten beteiligen müssen. Die restlichen 40 % der Betriebskosten würden über die Elternbeiträge und eventuelle Zuschüsse der Gemeinden getragen werden müssen.

Auch bei uns in der DG sei eine finanzielle Beteiligung der Unternehmen eine Voraussetzung für die Schaffung einer solchen Krippe. Die Regierung habe den East Belgium Park als möglichen Standort für eine Betriebskrippe ins Auge gefasst, aufgrund der Lage und der dort angesiedelten Betriebe.

 

Die PFF begrüßt diese Überlegungen der Regierung und freut sich darüber, dass die Regierung sich mit weiteren Schritten aktiv für die Betriebskrippen einsetzt. Jedoch muss ebenfalls der Privatsektor aktiv werden und erkennen, dass eine Betriebskrippe einen klaren Standortvorteil darstellen kann und durch die an den Betrieben angepassten Öffnungszeiten die geäußerten Wünsche der Bürgerinnen und Bürger erfüllt. Auch weiterhin wird sich Evelyn JADIN für eine bedarfsorientierte Kinderbetreuung einsetzen und die folgenden Arbeitsschritte des Sozialministers verfolgen.Desktop2