DOPING – « Es geht nicht darum der Beste zu sein, sondern sein Bestes zu geben! »

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In der Plenarsitzung von Montag, den 22.02.2016 ergriff der Gemeinschaftsabgeordnete Christoph GENTGES zum Thema Dopingbekämpfing, im Rahmen der vorliegenden Anpassung des entsprechenden Dekretentwurfes, das Wort.

Mit Doping im Sport gefährde man seine Gesundheit, das stehe ohne Frage fest.

Nun könne man Menschen, wenn sie denn volljährig seien, nicht verbieten, ihre Gesundheit zu gefährden, aber man könne und man müsse aufklären, so Gentges.

Nicht zuletzt nur im Hinblick auf Doping im Sport, sondern ähnlich wie beim Gebrauch von Alkohol, Nikotin oder anderen legalen Drogen.

 

Für die Mehrheitsparteien stehe aber auch fest:

 

« Doping im Sport – Amateur oder Profi, um sich gegenüber anderen Sportlerinnen und Sportlern einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen, gefährdet nicht nur die Gesundheit, sondern ist auch eine Gefahr für den Sport als solchen und für die Werte, die durch ihn in die Gesellschaft transportiert werden. »

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Doch sei nicht nur Doping mit verbotenen Substanzen eine Gefahr, die durch verschärfte Doping Gesetzgebungen gezielt bekämpft werden sollten. Es kämen auch, wie in der Presse vom Januar zu lesen war, Fälle von sogenanntem „mechanischem Doping“ vor.

So soll es im U23-Rennen der Frauen bei der Cyclocross-Weltmeisterschaft in Zolder ein Verstoß gegen die Richtlinien zum « technologischen Betrug » festgestellt worden sein.
Medienberichten zufolge soll ein Motor im Rahmen des Rads der Mitfavoritin Femke van den Driessche entdeckt worden sein.

« Wir stellen also fest, dass dieses Thema durchaus sehr breit zu verstehen ist. »

 

« Von Sportlern aus unserer vergleichsweise kleinen DG sind zahlreiche sportliche Erfolge erzielt worden. Erfolge auf die unsere Politik und unsere Mitbürger gerne verweisen. Daher ist es umso wichtiger, dass wir unseren Sportlern einen sicheren Rechtsrahmen bieten und ein deutliches Regelwerk vorlegen, damit Letztere wissen, was sie dürfen, was sie müssen und was sie zu lassen haben. Hierbei geht es auch nicht darum, alle Sportler unter Generalverdacht zu stellen sondern zu vermeiden, dass ein Sportler unbewusst und unbeabsichtigt Doping betreibt. In diesem Zusammenhang hat es selbst auf höchstem internationalem Niveau bereits Fälle gegeben. (Beispiel Langlaufolympiasiegerin Sachenbacher-Stehle, die durch verbotene Mittel in Nahrungsergänzungsmittel) », so Gentges.

Selbst in einem harmlos erscheinenden Hustensaft könnten verbotene, dem Doping zugeordnete Substanzen enthalten sein.

« So müssen wir dem angesprochenen Problem mit Richtlinien gegen die Verwendung – ich vermeide hier deutlich das Wort Missbrauch – illegaler Substanzen und Hilfsmittel entgegentreten. »

Unabhängig von den Substanzen enthalte das Regelwerk auch Richtlinien und Verbote zum Umgang mit Betreuern, die gesperrt oder denen ein Verstoß gegen die anti-Doping-Bestimmungen nachgewiesen wurden sowie auch Regeln zur verpflichtenden Mitteilung des Aufenthaltsortes vor Wettkämpfen.

« Im Vergleich zum bisherigen Dekret aus dem Jahre 2012 zählen zusätzliche Begriffserläuterungen, Verstöße und Beweislastbestimmungen und nicht zuletzt auch neue Zuständigkeiten zu den Neuerungen, so dass man sich dazu entschieden hat, ein neues Dekret auszuarbeiten. »

 

Heute im Jahr 2016 nun, werde die Nationale Anti-Doping-Agentur der Deutschsprachigen Gemeinschaft (kurz NADO der DG) als Unterzeichner des Anti-Doping-Codes, konform zu den Artikeln, seine Gesetzgebung anpassen. Dies mit dem Ziel, schnellstmöglich in Konformität mit dem Code und den internationalen Standards der Welt-Anti-Dopingagentur (WADA) agieren zu können. Eine Verabschiedung des vorliegenden Dekrets sei auch deshalb notwendig, damit unsere Sportler weiterhin an Wettkämpfen teilnehmen könnten.

 

Prinzipiell dürfe man Folgendes nicht außer Acht lassen:

Ein sportliches Messen seiner Leistung gegenüber anderen verläuft meist fair und ist für alle Beteiligten eine sehr bereichernde Erfahrung.

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Selbst das Fußballspiel zwischen Kindern auf dem Bolzplatz sei ein Wettkampf. Aber es gehe nicht darum, der Beste zu sein, sondern sein Bestes zu geben und die Motivation, sich zu verbessern und dabei immer fair und ehrlich zu bleiben.

 

Dies forme Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene fürs Leben – Kameradschaft im Mannschaftssport oder sich selber in einer Einzeldisziplin zu bestätigen seien Grundbedürfnisse eines frei denkenden und freilebenden Menschen, dies in der heutigen Zeit vielleicht noch mehr als in der Vergangenheit.

 

« Dazu begrüßen wir den Dekret Entwurf, um Sport und Leistung in der DG für heute und morgen besser zu gestalten.

Es ist nötig, dass in unserer globalisierten Welt in Zukunft einheitliche Standards und gemeinsame Regelungen gelten. Deshalb hat die DG keinen Augenblick gezögert ihr Regelwerk in Einklang mit den internationalen Bestimmungen zu bringen. Das ist gut, wichtig und richtig so. »

 

 

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