Für eine MOBILE und FREIE Jugend

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Die Stellungnahme der JFF zum Theoretischen Fahrschulunterricht:

 

In der PDG-Plenarsitzung von Montag, den 18. Mai 2015 wurde der Dekretvorschlag zur Einführung eines Theoretischen Fahrschulunterrichtes in den Sekundarschulen sowie im Ausbildungszentrum ZAWM verabschiedet.

Wir, die Jugend für Freiheit und Fortschritt (JFF), möchten an dieser Stelle betonen, dass wir erfreut darüber sind, dass die Mehrheit sich FÜR die Einführung eines kostenlosen theoretischen Fahrschulunterrichtes ausgesprochen hat. Darüber hinaus halten wir es für positiv, dass das Angebot eines Theorieunterrichtes ebenfalls die Option eines Erste-Hilfekurses einschließt. Diese Konzeptidee findet bereits in Flandern Anwendung und beruht auf Ebene der Deutschsprachigen Gemeinschaft auf einem Pilotprojekt, welches im Kelmiser César-Franck-Athenäum mit Erfolg durchgeführt worden ist – so sehr, dass die dortige Nachfolgegeneration der 17-Jährigen schon gefragt hat, ob das Projekt nochmals stattfinden wird.

Dass viele von uns sich den Theorieunterricht aus Kostengründen gespart haben, das Theorieheft alleine durchgelesen und die Prüfung bestanden haben, bedeutet nicht, dass dies der optimale Weg ist. Denn im Unterricht werden über die Heftinhalte hinaus, Verkehrssituationen besprochen und diskutiert. Es können Fragen gestellt und bereits wesentliche Hinweise für die Fahrpraxis vorweggenommen werden. Die Fahrschule vermeidet das blinde Übernehmen von (fehlerhaften) Fahrgewohnheiten seitens der Eltern oder anderweitiger Fahrlehrer und ist letztendlich eine lohnende Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft.

Das Angebot, das mit diesem Dekret geschaffen wird, macht in unseren Augen neben der Freiheit aufgrund von mehr Flexibilität durch Mobilität, ein zweites wesentliches Element liberaler Politik aus: die Chancengleichheit. Allen 17-Jährigen Schülerinnen und Schülern in unserer Gemeinschaft gebührt nun die Möglichkeit unabhängig von ihrer sozialen Herkunft, auf freiwilliger Basis sowie kostenlos, in den Sekundarschulen oder am ZAWM einem theoretischen Fahrschulunterricht und/oder einem Erste-Hilfe-Kurs zu folgen.

Manch einer mag behaupten, dass die damit verbundenen Kosten für die Deutschsprachige Gemeinschaft (178€ pro Schüler) zu hoch sind. Für uns handelt es sich um eine Investition in die Ausbildung der Jugend. Jede Investition in die Ausbildung der Jugend ist eine gute Investition. Umso früher man den Führerschein hat, desto mobiler und freier kann ein Jugendlicher sich bewegen und seinen eigenen Lebensweg ohne Abhängigkeiten finden.

Für die JFF Julia Slot und Griseldis Cormann

JFF